Filmlexikon

Adaption

Das Wort „Adaption“ kommt von „adaptieren“, ein Begriff, der „anpassen“ bedeutet. Von einer Adaption spricht man, wenn eine Geschichte, die bereits bekannt ist, verfilmt wird. Das kann zum Beispiel ein Buch sein oder ein Theaterstück, es kann aber auch ein Comic sein oder die Geschichte, die in einem Computerspiel erzählt wird.

Und weil eine Geschichte in einem Film ganz anders erzählt werden muss und kann als beispielsweise in einem Buch oder einem Comic-Heft, muss man die Geschichte „anpassen“ also „adaptieren.“ Denn im Film erzählt man eine Geschichte mit Bildern und Ton, während man in einem Buch ja nur Buchstaben und seine eigene Vorstellungskraft hat, um die Geschichte zu verstehen.

Am bekanntesten sind Literaturverfilmungen, also Verfilmungen von Büchern. Viele Leserinnen und Leser freuen sich darauf, die Geschichte ihres Lieblingsbuches auf der Kinoleinwand zu sehen, aber oft sind Zuschauer nach dem Kinobesuch enttäuscht, weil es nicht alles ganz genau so war wie im Buch. Aber wie das Wort „adaptieren“ es schon sagt, muss eine Geschichte bei einer Verfilmung „angepasst“ werden. Ein Buch kann zum Beispiel viele Hunderte Seiten lang sein, so dass die Geschichte für den Film gekürzt werden muss. Außerdem ist in einem Buch alles beschrieben und jeder kann sich eigene Bilder dazu vorstellen.

Der Film zeigt nur eine Möglichkeit, wie man sich das Buch vorstellen kann, und viele Zuschauer hatten beim Lesen vielleicht eine ganz andere Vorstellung und finden den Film deswegen nicht gut. Für sich genommen kann der Film aber trotzdem absolut super sein - am besten sollte man also den Film und das Buch getrennt bewerten! Auch ein Remake ist übrigens eine Form der Adaption. Die Geschichte eines Filmes, den es bereits gibt, wird dabei noch einmal verfilmt und dabei zum Beispiel an eine neue Zeit angepasst, oder ein anderes Land, in dem die Neuverfilmung spielen soll.