Filmlexikon

Dispo

Dispo ist die Kurzform für Disposition und meint eine Übersicht, auf der ganz genau zu sehen ist, was um wie viel Uhr passieren soll. Bei Film- und Fernsehproduktionen wird so eine Übersicht für jeden einzelnen Drehtag erstellt – eine Tagesdisposition sozusagen.

Ein Drehtag ist bis ins kleinste Detail durchgeplant:

Um 7.30 Uhr kommt der erste Schauspieler , der, wenn er Glück hat noch einen Kaffee trinken kann, weil er sich erst um 7.45 Uhr  umziehen muss und ab 8.00 Uhr geschminkt wird.

Auf der Dispo kann man also nachlesen, wann Schauspieler, aber auch wann Statisten und die einzelnen Abteilungen (wie Maske oder Ton usw.) am Set sein müssen. Darüber hinaus ist auf der Dispo festgelegt, in welcher Reihenfolge die einzelnen Bilder gedreht werden. Für jedes Bild kann man die wichtigsten Infos in einer Tabelle ablesen.

Spielt die Szene drinnen oder draußen? Ist es Tag oder Nacht? An welchem Ort wird gedreht? Welche Figuren spielen in der Szene mit? Es steht auch immer eine kurze Beschreibung des Bildes sowie die Vorstoppzeit dabei – diese gibt an, wie lange das Bild ungefähr dauern soll. Auf diese Weise kann man den ganzen Tages- bzw. Drehverlauf auf der Dispo nachverfolgen.

Schwierig wird es immer dann, wenn irgendwas nicht so läuft wie geplant. Stellt euch vor der Schauspieler hat verschlafen und kommt eine Stunde zu spät ans Set. Dann ist Improvisationstalent gefragt!