Filmlexikon

Dramaturgie

Kennst du auch Leute, die einfach keine Witze erzählen können? Die vergessen den Schluss oder verwechseln etwas im Mittelteil, oder sie erzählen den Witz so langweilig, dass man nicht darüber lachen kann. Bei jemand anderem lachst du dich aber über den gleichen Witz kaputt! Das Gleiche gibt es auch bei Filmen: Es kommt nicht nur darauf an, dass man eine gute Geschichte hat, man muss die Geschichte auch gut erzählen. Genau darum geht es bei der Dramaturgie. Denn in der Dramaturgie wird bestimmt, wie eine Geschichte erzählt wird.Dramaturgie kann man also beschreiben als die Kunst, eine Geschichte gut zu erzählen.

Es ist zum Beispiel wichtig, dass es einen Konflikt gibt, also ein Problem, das gelöst werden muss. Stell dir vor, dass jemand einen Schüler filmt, der jeden Tag ganz normal in den Unterricht geht. Wahrscheinlich würde dich dieser Film nicht besonders interessieren, das kennst du ja selbst. Was aber, wenn der Schüler einen furchtbar ungerechten Lehrer hat, der ihn immer an die Tafel holt? Oder wenn der Schüler neu in der Klasse ist und versuchen muss, Freunde zu finden? Dann gibt es im Film ein Problem und es interessiert uns, wie der Schüler dieses Problem lösen wird.

Viele Leute haben Regeln dazu aufgestellt, wie man eine Geschichte erzählen soll, aber manchmal wird eine Geschichte auch besser, wenn man diese Regeln gerade nicht befolgt! Was es bedeutet, eine Geschichte gut zu erzählen, kann also von Film zu Film ganz unterschiedlich sein.