Filmlexikon

Einstellungsgröße

Die Einstellungsgröße bestimmt, ob eine Figur nah zur Kamera steht oder weiter weg. Stell dir vor, du fährst mit deinem Fahrrad zu deiner Schule, erst ist sie ganz weit weg und du siehst sie nur in der Ferne umgeben von anderen Gebäuden oder Landschaften. Dann wird sie immer größer und du kannst immer mehr Details erkennen, bis du schließlich direkt vor der Tür stehst, du siehst die Schule also in verschiedenen Größen.

Die Kamera macht das genauso. Der Regisseur und der Kameramann entscheidet, in welcher Größe die Figur in der Einstellung gefilmt werden soll. Damit der Film nicht langweilig wird, gibt es unterschiedliche Einstellungsgrößen, so kann später in der Montage zwischen einer Einstellung, in der die ganze Schule zu sehen ist und einer Einstellung, in der du direkt vor der Schule stehst, wechseln.

Dabei darf der Regisseure die ganze Szene, also den Ablauf der Einstellungen nicht aus dem Auge verlieren. Er muss sich Gedanken machen, welche Einstellung er als Erstes zeigen will – nimmt er eine Nahe Einstellung gleich zu Anfang, weiß du nicht genau wo der Film gerade spielt, durch die Unwissenheit kann Spannung aufgebaut werden. Nimmt der Regisseure eine Einstellung, in der man alles sieht (Totale), bekommst du als Zuschauer schneller eine Orientierung und die Szene wirkt natürlicher, weil du langsam den Figuren näherkommst. Damit der Regisseure dem Kameramann schnell beschreiben kann, welche Einstellungsgröße er haben will gibt es festgelegte Größen, die jede Kamerafrau und jeder Kameramann kennt.