Filmlexikon

Gruselfilm

Der Name sagt es schon: Bei einem Gruselfilm sollen sich die Zuschauer und Zuschauerinnen in den Kinosesseln schön gruseln! Oft spielen unheimliche Wesen in Gruselfilmen eine Rolle, zum Beispiel Geister, Vampire, Werwölfe oder andere Fabelwesen - Aliens sind auch sehr beliebt! In manchen Geschichten wird so getan, als gäbe es diese Wesen wirklich; in anderen Geschichten wiederum finden die Figuren raus, dass es für alles eine logische Erklärung gibt, so wie bei den drei Fragezeichen und dem verfluchten Schloss.

Was für Nachdenker: Wenn du einen Gruselfilm anschaust, bist du eigentlich in einer ziemlich verrückten Situation: Damit der Film wirklich spannend und gruselig ist, musst du so tun, als wäre alles echt - als gäbe es wirklich die Gespenster oder Monster oder Vampire. Aber damit es nicht zu unheimlich ist und du das Kinoerlebnis genießen kannst, musst du gleichzeitig wissen, dass alles nur Phantasie ist. Schräg, oder? Ein tolles Erlebnis bietet dir der Gruselfilm nur, wenn dir beides gelingt, wenn du in die Phantasiewelt eintauchen kannst, ohne die Wirklichkeit zu vergessen. Denn wenn du die ganze Zeit denkst „Ach, das ist doch alles Quatsch, sind doch nur Spezialeffekte, wurde alles am Computer gemacht!“, wirst du dich wahrscheinlich langweilen. Wenn du aber glaubst, das Filmgeschehen wäre echt, wirst du dich zu sehr fürchten.

Jetzt wirst du sicher verstehen, warum Gruselfilme für jüngere Kinder nicht geeignet sind; jüngere Kinder können nämlich noch nicht so gut zwischen Phantasie und Wirklichkeit unterscheiden. Zum Glück gibt es die Altersempfehlungen der Kinderfilmwelt - an ihnen kannst du erkennen, für welches Alter sich ein Film gut eignet.

Die seltsame Situation, in die du dich beim Sehen eines Gruselfilms begibst, hast du genauso auch bei anderen Filmen: Bestimmt gefällt die die Spannung, wenn die Jugendlichen in „S.O.S. - Ein spannender Sommer“ vor gefährlichen Verbrechern flüchten - du hast es ja auch gut und sitzt gemütlich im Sessel!