Filmlexikon

Klassiker

Ein Film-Klassiker zeichnet sich durch seine Qualität aus. Ein Film, der in seiner ganzen Gestaltung vom Drehbuch, über die Regie, die Musik, den Schnitt, das Schauspiel, die Kostüme, die Kulissen und allen anderen Feinheiten der Filmkunst besonders gut gelungen ist, und der auch Preise wie den Oscar gewonnen hat, der hat das Zeug zum Klassiker.

Ein Film kann aber auch dadurch zum Klassiker werden, dass er Teile des Filmhandwerks oder des Erzählens im Film neu erfunden hat.

Oder ein Film gibt uns ein Vorbild dafür, wie wir die Welt sehen und zeigt uns auf neue Art, welche Filmkunst wir uns eigentlich wünschen. Auch dann kann er zum Klassiker werden.

Wenn Filme besser beim Publikum ankommen, als man vorher dachte, dann gelten sie als „Überraschungserfolge“. Wenn das Publikum etwas in dem Film sieht, dem es eine besondere Bedeutung gibt, dann werden Filme zu „Kultfilmen“. Klassiker können sowohl Überraschungserfolge als auch Kultfilme sein. Aber sie sind noch mehr. Es sind Filme, bei denen sich eigentlich alle einig sind: Das Publikum, die Film-Experten und die Filmkritiker – alle sagen: „Dieser Film war früher, ist heute und wird auch in der Zukunft GANZ BESONDERS! sein“ Ein gutes Beispiel dafür ist der Märchenfilm DREI NÜSSE FÜR ASCHENBRÖDEL.

Als Klassiker bezeichnet man übrigens nicht nur Filme. Klassiker gibt es auch bei Büchern oder in der Musik und in der Kunst. Klassische Formen gelten als besonders harmonisch, überzeugend und ansprechend für eine große Zahl von Menschen.
Wenn wir miteinander reden, dann sagen wir auch manchmal, dass etwas „klassisch“ sei und meinen damit es sei „typisch“.