Filmlexikon

Motion Capture

Als „Motion Capture“ wird eine Technik bezeichnet, mit der Spezialeffekte hergestellt werden. Übersetzt bedeutet der Begriff „Aufzeichnung von Bewegungen“. Dabei spielen die Schauspieler ihre Rollen zunächst auf einer fast leeren Bühne. Sie tragen besondere Masken oder sogar Anzüge, die mit einem Computer verbunden sind. Dieser speichert alle ihre Gesichtsausdrücke und Bewegungen.

Später dienen diese Aufnahmen als Vorlage für künstliche Figuren, wie du sie aus Animationsfilmen kennst. Deren Bewegungen können nun so lebensecht wie möglich als Computeranimation nachgestellt werden. Von den echten Schauspielern allerdings siehst du im Kino nichts mehr. Doch die animierten Figuren bewegen sich genau so, wie die Schauspieler es ursprünglich vorgemacht haben.

Diese Technik gibt es erst seit 1998. Sie wird bislang nur in sehr wenigen Filmen eingesetzt, wie zum Beispiel bei „Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn“. Manchmal wird dafür auch der Begriff „Performance Capture“ verwendet. Das heißt auf deutsch „Aufzeichnung von einem Schauspiel“.