Filmlexikon

Oscar(s)

„Und der Oscar geht an....“ heißt es jedes Jahr in Hollywood - aber Oscar ist nicht etwa ein Junge, der von einem netten Paar adoptiert wird, sondern der wohl wichtigste amerikanische Filmpreis. Der Oscar wird schon seit 1929 verliehen, also seit über 80 Jahren. Die Trophäe ist eine vergoldete Statue in Form eines Mannes, der auf einer Filmrolle steht und sich auf einem Schwert abstützt.

Eigentlich heißt dieser Filmpreis "Academy Award of Merit" und es wird immer noch darüber gestritten, wie er den Namen "Oscar" erhalten hat. Das mit dem Namen ist wirklich rätselhaft. Es gibt gleich vier Taufpaten, die alle fest darauf beharren, dass sie die Namensgeber sind.

Die ehemalige Bibliothekarin der Akademie Margaret Herrick soll beim Anblick der Trophäe gesagt haben: "Der sieht ja aus wie mein Onkel Oscar!" In Nachforschungen fand man heraus, dass sie tatsächlich einen Onkel namens Oscar hatte. Neben dem Filmkritiker Sidney Skolski sah sich auch die Schauspielerin Bette Davis als Taufpatin, die in der Statue ihren ersten Ehemann Harmon „Oscar“ Nelson gesehen haben will. Der vierte und letzte im Bunde ist der Filmemacher Walt Disney. Er hatte mitbekommen, wie die Akademie einen Namen für die Trophäe gesucht hat. Dabei muss der Name "Oscar" gefallen sein. Als Walt Disney dann den Academy Award of Merit gewann, bedankte er sich für seinen "Oscar".

Es gibt diesen Preis nicht nur für den besten Film, sondern inzwischen werden jedes Jahr 24 der begehrten goldenen Statuen verliehen, zum Beispiel für die beste Regie, den besten Ton, die beste Filmmusik und die besten visuellen Effekte. Wahrscheinlich kennst du einige Preisträger aus dem Bereich „Bester animierter Spielfilm“, zum Beispiel „Oben“, „WALL-E“ und „Ratatouille“.

Einen Oscar gibt es auch für den besten fremdsprachigen Film - alle anderen Preise gehen an Filme aus Amerika, die im Jahr vor der Preisverleihung im Kino liefen. Die Filmemacher freuen sich aber nicht nur, wenn sie tatsächlich einen Oscar bekommen, sondern auch dann, wenn sie für den Preis vorgeschlagen (man sagt: nominiert) werden.