Filmlexikon

Outtakes

Wenn bei einem Filmdreh eine Panne passiert, zum Beispiel, dass Schauspieler ihren Text vergessen oder es eine lustige Unterbrechung gibt, dann nennt man das einen Outtake. Diese Outtakes werden oftmals auf DVDs als zusätzliches Material veröffentlicht.

Das Wort „Outtakes“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Herausnahme“. Genau das sind diese Szenen nämlich: Sie werden aus dem Film herausgenommen. Das müssen nicht immer nur Szenen sein, die lustig sind, weil beim Drehen etwas schief gegangen ist. Es können auch Szenen sein, die zwar interessant sein mögen, die den Film am Ende aber zu lang machen würden. Man wird diese Szenen nicht im Film vermissen, denn die Drehbuchschreiber und Regisseure achten schon sehr darauf, dass die Handlung trotz "Outtakes/Herausnahmen" keine Lücken hat.

Spricht man bei "ouutakes" ausschließlich von schief gegangenen Szenen, dann kann man auch „Bloopers“ dazu sagen. Wenn mehrere dieser Bloopers zusammengeschnitten werden, dann ist das ein Gag Reel.

Gag Reels befinden sich entweder am Ende eines Filmes (im Abspann) oder als Sonderausstattung auf DVDs. Für animierte Filme, wie zum Beispiel „Die Monster AG“ oder „Das große Krabbeln“ wurden sogar absichtlich verpatzte Szenen produziert, die so aussehen wie "Outtakes"! Das ist deshalb besonders witzig, weil die Figuren in Trickfilmen ja keine Schauspieler sind und eigentlich keine Probleme mit Versprechern oder Missgeschicken vor der Kamera haben können.
Bei den Computeranimationsfilmen ist der Abspann mit den Credits meist besonders lang. In diesem Fall können die Outtakes der Langeweile entgegenwirken und ein paar Extra-Gags anbieten. Es lohnt sich also, bis zum Schluss im Kino sitzen zu bleiben, denn die Filmproduzenten heben sich den lustigsten Gag meist für das Ende auf! Die Filmemacher wollen damit auch erreichen, dass nebenbei auf die Namen der vielen Beteiligten am Film im Abspann ein wenig mehr geachtet wird.