Filmlexikon

Schnitt

Wenn man bei einem Film vom „Schnitt“ spricht, kann das zwei verschiedene Bedeutungen haben:

Manchmal meint man damit die Art, wie der gesamte Film aus den verschiedenen Einstellungen zusammengestellt wurde, zum Beispiel wenn jemand sagt, ein Film sei „ungewöhnlich geschnitten“. In dieser Verwendung hat „Schnitt“ die gleiche Bedeutung wie Montage.

Manchmal benutzt man den Begriff aber nicht für die gesamte Art der Zusammensetzung, sondern für eine ganz bestimmte Möglichkeit, Einstellungen miteinander zu verbinden.

In diesem Fall wäre der Schnitt (auf Englisch „Cut“ genannt) die Bezeichnung dafür, wenn nach einer Einstellung direkt die nächste kommt, während es bei einer Blende einen Übergang zwischen den Bildern gibt.

 

Für Expertinnen und Experten:

Auch das „direkte“ Zusammentreffen verschiedener Einstellungen kann - wie die Blende - ganz unterschiedlich gestaltet sein, manchmal so, dass wir gar nicht darauf achten, manchmal so, dass es uns sehr stark auffällt.

Wenn wir zum Beispiel jemanden sehen, der Zeitung liest, und wir sehen in der nächsten Einstellung den Artikel, den er liest, fällt uns der Schnitt vielleicht nicht weiter auf, da wir in die Geschichte vertieft sind.

Wenn wir aber ein Paar sehen, das miteinander spricht, und in der nächsten Einstellung plötzlich an einem ganz anderen Ort ist, bemerken wir diesen Wechsel. Der Schnitt als ein Mittel der Montage kann also in weitere Arten aufgeteilt werden