Filmlexikon

Schwarzweißfilm / Farbfilm

Genau genommen sind die Bilder eines Schwarzweißfilmes gar nicht nur schwarz und weiß, sondern sie bestehen aus ganz vielen Grautönen. Zur Anfangszeit des Films gab es noch kein Filmmaterial, auf das Farbe aufgenommen werden konnte, trotzdem gab es auch damals schon Filme in Farbe. Eine Möglichkeit, Farbe in den Film zu bringen, war die „Handkoloration“ - das bedeutet, dass jedes einzelne Bild auf dem Filmstreifen mit der Hand angemalt wurde, was wahnsinnig aufwendig war.

Etwa 30 Jahre nach der Erfindung des Kinofilms wurde dann aber ein Filmmaterial erfunden, bei dem die Farbe direkt auf den Film aufgenommen wurde. Da der Farbfilm aber am Anfang noch sehr teuer war, setzte er sich erst viele Jahre später gegenüber dem Schwarzweißfilm durch. Heute sind fast alle Filme, die du im Kino siehst, in Farbe gedreht - aber nur fast. Wenn heute noch ein Schwarzweißfilm gemacht wird, liegt es aber nicht mehr wie früher an der technischen Beschränkung, sondern ist eine künstlerische Entscheidung.