Filmlexikon

Seitenverhältnis

Gibt es bei dir zuhause auch so viele Fotos in Bilderrahmen? Sind die auch alle unterschiedlich groß und haben unterschiedliche Formen? Der Bilderrahmen begrenzt das Bild, und manchmal muss man die Bilder zuschneiden, damit sie in den Bilderrahmen passen. Damit man beim Film nicht die Ränder abschneiden muss, gibt es ein festes Seitenverhältnis. Aber der Fernseher bei uns zu Hause ist doch viel kleiner als die Leinwand im Kino und dennoch können wir auf beiden einen Film schauen ohne, dass ich den Film vorher zuschneiden muss. Das liegt daran, dass das Seitenverhältnis immer gleich bleibt. Lege ein Blatt Papier vor dich, wenn du es jetzt in der Mitte faltest, ist es halb so groß aber trotzdem gibt es eine lange Seite und eine kurze. Beide Seiten haben sich um die Hälfte verkürzt. Im Kino wird das genauso gemacht, die eine Leinwand hat eine Breite von 4 und Höhe von 3 Metern der andere Kinosaal ist aber doppelt so groß, also muss die Leinwand auch doppelt so groß sein. Sie hat also eine Breite von 8 und eine Höhe von 6 Metern. Das Verhältnis von Höhe und Breite bleibt aber immer dasselbe. Der Film wird jetzt einfach auf die doppelte Größe vergrößert, ohne dass etwas abgeschnitten wird. Stell dir vor, dein Fernseher oder die Kinoleinwand hätten die Form und das Seitenverhältnis einer Tür. Wäre das so, dann würden zwar die Nachrichtensprecher sehr gut ins Bild passen. Aber wenn sich Schauspieler in einem Spielfilm durch eine Landschaft bewegen, dann sähe man wenig von Bäumen, Flüssen oder Wiesen. Und sie wären auch schnell wieder aus dem Bild verschwunden. Deshalb haben sich die Filmemacher auf ein festes Seitenverhältnis geeinigt, sonst müsste man ja für jeden Film eine neue Leinwand bauen.