Filmlexikon

Sidekick

Als „Sidekick“ bezeichnet man eine Nebenfigur, die den Protagonisten oder die Protagonistin bei seinem oder ihrem Abenteuer begleitet. Die Figur kann dabei verschiedene Funktionen haben: In manchen Filmen sorgt sie immer wieder durch lustige Sprüche oder tollpatschiges Verhalten für Lacher und Auflockerung nach spannenden Momenten. In anderen Fällen kann ihre Rolle für die Dramaturgie zusätzlich oder stattdessen darin bestehen, dass die Hauptfigur jemanden hat, dem oder der sie ihre Gedanken und Gefühle erzählen kann.

In Animationsfilmen treten häufig Tiere als Sidekicks auf: So hat Rapunzel in Rapunzel - Voll verföhnt das Chamäleon Pascal an ihrer Seite, Mulan wird im gleichnamigen Trickfilm vom kleinen sprechenden Drachen Mushu begleitet und in Arielle ist die schlechtgelaunte (und trotzdem liebenswerte) Krabbe Sebastian die „Stimme der Vernunft“.

Was bei diesen Beispielen auffällt: Es sind lauter männliche Tierfiguren, die die weibliche Hauptfigur begleiten. Vielleicht haben die Filmemacher diese Entscheidung bewusst getroffen und gehofft, dadurch ein möglichst großes, unterschiedlich zusammengesetztes Publikum gut zu unterhalten.

Dass ein Sidekick genau diese Funktion haben kann (also das Publikum zu erweitern), zeigt ein bekanntes Beispiel aus der Welt der Comics: So haben die Macher des Comics „Batman“ dem Superhelden irgendwann den Teenager Robin an die Seite gestellt, der ihm helfen durfte. Sie hatten die Hoffnung, dass der junge Assistent die düstere Stimmung des Comics auflockert und ihm jüngere Leser beschert.

Sidekicks gibt es also nicht nur in Filmen, sondern auch in anderen Medien. Ein Beispiel aus der Literatur ist der berühmte Detektiv Sherlock Holmes, der immer von seinem Freund Dr. Watson begleitet wird. Ihm kann er erklären, wie er durch seine brillante Kombinationsgabe die kniffligen Kriminalfälle gelöst hat. Manchmal haben auch Computerspielfiguren Sidekicks - oder sogar Moderatoren von Fernsehshows.