Filmlexikon

Slapstick

Wie du sicher schon bemerkt hast, kann man durch ganz unterschiedliche Sachen zum Lachen gebracht werden - zum Beispiel dadurch, dass jemand einen Witz erzählt oder auch ganz aus Versehen etwas Lustiges sagt. „Slapstick“ ist dagegen eine Form von Komik, die man als körperliche Komik beschreiben könnte. Wenn jemand zum Beispiel wahnsinnig übertriebene Bewegungen macht oder ungeschickt ist und dauernd hinfällt, kann das irre Spaß machen.

Da man für diese Komikform keine Worte braucht, waren Slapstickfilme besonders zur Zeit der Stummfilme verbreitet. Auch heute noch ist Slapstick wichtig, besonders in Kinderfilmen, aber die körperliche Komik taucht eher in einzelnen Situationen auf.

Was für Nachdenker:

Kennst du „Hände weg von Mississippi“? Gleich zu Anfang fliegt ein Mann von einem Pferd herunter, kopfüber in einen See hinein - das gibt vielleicht ein Gelächter im Kino! Jetzt stell dir vor, wir würden denken, dass der Mann nicht schwimmen kann - jetzt würde überhaupt keiner mehr lachen, wenn er in den See fällt. Jetzt wäre es ganz still im Kinosaal, denn alle würden sich fragen: „Wird ihm jemand rechtzeitig helfen?“ Damit wir es witzig finden, dass jemand ausrutscht, hinfällt, etwas an den Kopf geworfen bekommt, vom Fahrrad fliegt oder sonstiges (das sind ja eigentlich schlimme Sachen!), müssen wir also immer das Gefühl haben, dass es eigentlich nicht so schlimm ist, dass der Person im Film eigentlich nichts passiert.

 

Denk noch mal an das Anfangsbeispiel, an den Mann, der nicht schwimmen kann. Der Schauspieler kann bestimmt schwimmen, um den müssen wir uns also keine Sorgen machen. Aber wenn die Geschichte im Kino sehen, tun wir so, als ob die Geschichte echt wäre, als ob der Mann wirklich nicht schwimmen könnte, und wir machen uns Sorgen. Schlimme Sachen sind also nur dann lustig, wenn wir uns auch um die Filmfigur keine Sorgen machen. Eine lustige Filmmusik und übertriebene Geräusche helfen oft dabei zu erkennen, dass es sich um eine lustige und keine gefährliche Situation handelt.