Filmlexikon

Spielfilm

Die meisten Filme, die wir schauen, sind Spielfilme. Deshalb denken wir selten darüber nach, was einen Spielfilm eigentlich ausmacht. Ein Spielfilm hat eine erfundene Handlung, die man auch Fiktion nennt. Seine Geschichte wurde von Drehbuchautoren ausgedacht. Die Autorinnen und Autoren geben sich alle Mühe, dass der Spielfilm abwechslungsreich und fesselnd ist. Auch Denkanstöße und neue Blickwinkel auf unsere Welt möchten die Autorinnen und Autoren uns Zuschauenden manchmal geben. Im Spielfilm spielen Schauspielerinnen und Schauspieler mit und die Bilder des Spielfilms werden mit Kameras aufgenommen. Die Kameras fangen eine Realität (Wirklichkeit) ein. Deshalb spricht man beim Spielfilm auch manchmal von „Realfilm“. Reale Kamera-Aufnahmen und Schauspieler gibt es zwar auch in „Kurzfilmen“. Der Spielfilm hat aber sehr oft eine Länge von eineinhalb Stunden, weil diese Länge sehr gut in das Programm von Kinos und TV-Sendern passt. Also ist der Spielfilm zugleich ein „Langfilm“. Ist der Spielfilm/Langfilm im Kino dann noch deutlich länger als 90 Minuten, dann hat er Überlänge. Überlänge ist für die Kinos ein Grund, den Eintritt bei diesen Filmen zu erhöhen.

Spielfilme haben oftmals wiederkehrende Themen, die beim Publikum so beliebt sind, dass sie in ähnlicher Form immer wiederkehren. Filme mit ähnlichen Formen werden nach Genres sortiert. Genres sind zum Beispiel Märchenfilme, Komödien, Science-Fiction-Filme oder Abenteuerfilme.

Der Spielfilm unterscheidet sich vom Dokumentarfilm und vom Animationsfilm. Beim Animationsfilm werden die Bilder gemalt, per Stopp-Trick aufgezeichnet oder am Computer erzeugt. Seit Computertricks immer bessere Bilder erzeugen, gibt es auch Filme, die so etwas wie eine Mischung aus Animationsfilm und Spielfilm darstellen. Ein gutes Beispiel dafür ist THE JUNGLE BOOK. Viele Dschungelbilder und vor allem die Tiere in diesem Film wurden am Computer gestaltet und mit den Aufnahmen der Schauspieler zusammengefügt. So vermischen sich Realität und Fiktion zu einer ganz eigenen filmischen Erlebniswelt. Der Dokumentarfilm beschreibt dagegen echte Ereignisse und Menschen.