Filmlexikon

Synchronisation

Viele der Filme, die du gerne siehst, werden in anderen Ländern hergestellt. Dann reden die Schauspieler und Schauspielerinnen natürlich kein Deutsch, sondern Englisch oder Dänisch oder Französisch oder was ganz anderes. Damit du trotzdem ins Kino gehst und nicht nur Bahnhof verstehst, werden diese Filme synchronisiert. Das heißt, dass in einem Tonstudio deutsche Sprecher die Dialoge aufsagen. Die eingesprochenen Dialoge werden aufgenommen und ersetzen dann die richtigen Stimmen, die man auch „Originalstimmen“ nennt. Als sogenannter Synchronsprecher hat man es aber gar nicht so einfach, denn das Eingesprochene sollte schließlich so gut wie möglich zu den Mundbewegungen, die man im Film sieht, passen. Synchronsprecher müssen also nicht nur auf die Länge der Wörter, sondern auch auf die Betonung achten.

In Deutschland sind wir sogar ein bisschen verwöhnt, was die Synchronisation angeht. Für uns ist es vollkommen normal, dass die Filme und Serien, die wir gerne schauen, auf Deutsch synchronisiert werden – das ist allerdings nicht überall so. In vielen anderen Ländern werden aufgrund der hohen Kosten nur wenige Filme synchronisiert, die meisten bekommen Untertitel.  Und in Polen, Russland, Lettland und Litauen zum Beispiel werden viele Filme, darunter auch Hollywood-Produktion, nur von einem Sprecher „übersprochen“. Vielleicht hast du schon mal in den Nachrichten gesehen, dass jemand auf Englisch interviewt wird und jemand anderes dir das Gesagte zeitgleich oder ein bisschen versetzt auf Deutsch übersetzt –  genauso läuft das in diesen Ländern auch im Film ab. Manche von euch kennen das bestimmt auch von Kinderfilmfesten, dort werden euch ausländische Filme häufig live übersetzt. Toll an der Übersprechung, aber auch an Untertiteln, ist in jedem Fall, dass du neben der Übersetzung immer noch die Originalstimmen hören kannst.