Filmlexikon

Ton

Vier Bereiche gehören zum Ton im Film: Die so genannte „Atmosphäre“, das sind die Hintergrundgeräusche an einem Ort (zum Beispiel leise klapperndes Besteck und Gespräche im Hintergrund in einer Restaurantszene), die Geräusche (das Knarren einer Tür, Schritte auf dem Fußboden), die Sprache (alles, was die Figuren im Film sagen) und die Musik.

Ein Teil dieser Töne wird direkt vor Ort aufgenommen, aber wenn die Geräusche nicht ausreichen, kann ein Geräuschemacher dieses Problem lösen, und Gespräche können in einem Studio mit den Schauspielern noch einmal aufgenommen werden.

Übrigens erzeugen nicht nur Geräuschemacher (der Fachausdruck lautet „foley artists“) Töne, sondern auch „Sounddesigner“, Klanggestalter, könnte man sagen. Wie hört sich der Aufräumroboter WALL-E an? Und wie der viel modernere Roboter EVE? Ein Sounddesigner muss passende Töne erschaffen, indem er oder sie zum Beispiel bestehende Töne am Computer verändert.

Die vier Bereiche des Tons müssen in der Postproduktion vom Tonmeister oder der Tonmeisterin aufeinander abgestimmt werden. Eine besondere Herausforderung ist es dabei, dass der Ton im Kino nicht nur aus einem Lautsprecher kommt. In vielen Kinos gibt es neben den drei Lautsprechern hinter der Leinwand auch rechts und links im Zuschauerraum einen Lautsprecher. Damit alles besonders echt wirkt, muss der Ton aus der richtigen Richtung kommen - wenn jemand links auf der Leinwand spricht und wir hören die Stimme von rechts, wirkt das seltsam.