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David

Demnächst im Kino: 17.09.2026

Am glücklichsten ist der junge Hirte David immer dann, wenn er die Schafe seiner Familie hüten kann. Eines Tages erfährt er jedoch von einer unglaublichen Prophezeiung: Ausgerechnet er soll irgendwann der neue König Israels werden. Nur wenig später steht er Saul, dem aktuellen Herrscher, im Kampf gegen die Philister bei.

Wagemutig nimmt es David mit dem vom Feind in die Schlacht geschickten Riesen Goliath auf – und gewinnt wie durch ein Wunder. Auch Jahre später steht der frühere Schäfer, nun als junger Erwachsener, noch immer an der Seite Sauls. Als dieser allerdings erkennt, dass David der prophezeite neue König ist, will er ihn so schnell wie möglich aus dem Weg räumen.

Das Animations-Abenteuer erzählt von einer Figur, die schon in der Bibel im Alten Testament auftaucht. Gleich am Anfang lernen wir David als einen smarten, gutgelaunten, musikbegeisterten Lockenkopf kennen, der fast schon etwas von einem Superhelden hat. Mit bloßen Händen stemmt er etwa einen Felsen hoch, um einen Löwen zu befreien, der kurz zuvor noch seine Schafe angegriffen hat. Mitgefühl und Vergebung – diese tollen Eigenschaften sind ihm offenbar sehr wichtig.

Davids Geschichte erzählt der Film dann aber oft auf enttäuschend oberflächliche Weise. Obwohl die Prophezeiung sein Leben drastisch verändert, scheint er fast nie zu zweifeln. Was genau denkt er über das vorhergesagte Schicksal? Sieht er es tatsächlich als Befreiung an? Hat er Angst? Fühlt er sich stark genug? Über all das erfahren wir viel zu wenig. Stattdessen haut David ständig poppige Mutmachlieder mit übertrieben eindeutigen Botschaften raus. Als zum Beispiel Hoffnung dringend gebraucht wird, schmettert er den Song „Folge dem Licht“. Und überhaupt: Wenn gar nichts mehr geht, hilft stets der Blick zum Himmel, wo Gott mit einem Zeichen wartet. Kraft im Glauben zu suchen, ist natürlich völlig in Ordnung. „David“ tut allerdings so, als sei das ein Mittel gegen alle Probleme. Na ja… Schön anzuschauen sind immerhin die Animationen, die auch aus einer großen Disney-Produktion stammen könnten. Tolle Bilder allein machen aber natürlich noch keinen guten Film.