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Die Adern der Welt

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Amra geht jeden Tag zur Schule, auch wenn der Weg dorthin weit ist. Er möchte gerne für einen Talentwettbewerb vorsingen. Er kümmert sich mal um die Ziegen und ist mal mit seinem Vater unterwegs. So einfach sollte es sein, wenn man elf Jahre alt ist. Doch dann wirft ein Unfall sein Leben völlig durcheinander. Amra beginnt, in einer Goldmine mitzuarbeiten.

Amras Familie lebt in einer Jurte, einem großen Zelt, in der mongolischen Steppe. Seine Mutter Zaya kümmert sich mit der kleinen Schwester Altaa um die Ziegenherde, sein Vater Erdene verkauft den Ziegenkäse und arbeitet als Automechaniker – sein großer Stolz ist ein Auto, das er selbst aus verschiedenen Teilen zusammengebaut und mit einem Mercedes-Stern gekrönt hat. Als er damit verunglückt, fehlt der Familie nicht nur sein Einkommen. Erdene hatte auch organisiert, dass sich die Menschen der Umgebung gegen die Bergbaufirmen wehren, die in der Steppe nach Gold suchen.

„Die Adern der Welt“ erzählt fast alles aus der Sicht von Amra und zeigt so das Leben einer Nomaden-Familie in der Mongolei. Manchmal sieht man sehr lange nur die gewellten grünen Landschaften, in denen die Familie lebt, man sieht die Bewegungen der Ziegenherde. Alle Entfernungen scheinen riesig zu sein, Amra hält auf dem Weg zur Schule immer Autos an, um sich mitnehmen zu lassen.

Er versucht, nach dem Tod seines Vaters Geld zu verdienen, der Käseverkauf bringt nicht viel. Also hilft er bei ein paar Männern aus, die unabhängig von den großen Firmen in einer kleinen Mine nach Gold graben. Um besser arbeiten zu können, macht er das Unfallauto wieder flott – seine Mutter darf natürlich nichts davon erfahren, er sollte ja in der Schule sein. Das geht natürlich nicht lange gut…

Der Film erzählt seine Geschichte langsam und lässt sich viel Zeit dafür, Amra und seinen Sorgen ebenso zuzusehen wie die Schönheit seiner Heimat zu zeigen. Erst am Schluss bekommt man eine Ahnung davon, wie sehr diese Welt durch den Bergbau bedroht ist.