• Video zum Film „Future Council - Komm an Bord“
  • Szenenbild aus dem Film „Future Council - Komm an Bord“

Future Council - Komm an Bord

Neu im Kino

Der Klimawandel bedroht die Zukunft von Kindern und Jugendlichen. Doch sie haben kaum Mitspracherechte. Filmemacher Damon Gameau und acht junge Klimaaktivist*innen aus aller Welt wollen das ändern. Sie brechen in einem gelben Biodiesel-Schulbus auf, um ihren Protest direkt in die Sitzungszimmer einflussreicher Firmen zu tragen.

Den acht Kindern und Jugendlichen macht es große Angst, wie wir Menschen mit dem Planeten umgehen, und noch mehr, dass die Folgen offenbar Vielen egal sind. Auf der abenteuerlichen Reise sammelt die kleine Gruppe Mut und mehr Wissen darüber, wie die Natur funktioniert. Sie begegnen Klimaexpert*innen und Vertreter*innen von Firmen, die bereits umweltbewusst handeln. Bald entsteht die Idee, einen „Future Council“ zu gründen, einen Zukunftsrat aus Kindern und Jugendlichen, der einflussreiche Firmen berät und an ihre Verantwortung erinnert.

Die jungen Klimakämpfer*innen probieren es gleich aus. Sie suchen zum Beispiel eine Bank auf, die Unternehmen Geld gibt, auch wenn diese klimaschädliche Geschäfte betreiben. Oder einen großen Konzern, der die Welt mit Plastikverpackungen zumüllt. Sie konfrontieren die Chefs mit ihrer Wut und kritischen Fragen. Aber auch mit kreativen Vorschlägen. Und sie stellen fest, dass einige Erwachsene begreifen, was sie längst wussten: Dass Kinder gute Ideen haben.

Wenn du dich angesichts des Klimawandels selbst manchmal ohnmächtig und mutlos fühlst, ist „Future Council“ ein sehenswerter Film. Denn in seinen starken Momenten zeigt er, wie sich schlimme Gefühle nutzen lassen, um zu handeln und kreativ nach Lösungen zu suchen. Und wie wichtig es ist, sich mit anderen zusammenzutun, um nie die Hoffnung zu verlieren.

Manchmal greift der Film vielleicht ein wenig kurz. Er konzentriert sich sehr darauf, was einzelne Unternehmen besser machen können. Eine unbequeme, aber wichtige Frage klingt nur sehr leise an. Nämlich die, ob unsere ganze Art zu leben – wie wir reisen, einkaufen oder uns anziehen – eigentlich fair und okay für die Natur ist. Besonders, wenn wir zu denen gehören, denen es ganz gut geht. Überhaupt wirkt manches ein bisschen zu einfach, zu glatt und zu bunt, fast wie in einem Spielfilm. Dabei ist Aktivismus meistens eher anstrengend und frustrierend. Dafür schafft Filmemacher Damon Gameau es, komplizierte Zusammenhänge auf ganz leichte und auch lustige Weise zu erklären. Obwohl es auch tiefe Momente voller Verzweiflung im Film gibt.