• Video zum Film „Nachtwald“

Nachtwald

Neu im Kino

Max und Paul werden beide an ihrer Schule gehänselt und gemobbt. Max schreibt schlechte Noten und ist über sein Körpergewicht unglücklich. Paul vermisst seinen Vater, der seit einem Jahr verschwunden ist. Er hatte nach einer Höhle gesucht, die in der alten Ursúlensage erwähnt wird – und nun will Paul sie mit Max zusammen tatsächlich finden.

Insgeheim hofft Paul, seinen Vater bei dieser Suche wiederzufinden; alle anderen halten ihn für tot, aber er selbst will das nicht glauben. Im Wald stellen die zwei Jungs schnell fest, dass sie für ihre Expedition gar nicht gut ausgerüstet sind, und müssen sich Essen und Trinken erst noch organisieren; nachts hat Paul Träume, die ihn anscheinend immer näher an die Höhle bringen. Allerdings streitet er sich zugleich öfter und öfter mit Max, der sich am Fuß verletzt hat und die Hoffnung seines Freundes nicht so richtig teilen kann.

Der Film zeigt in Rückblicken, dass Pauls Vater sich viel Zeit für seinen Sohn genommen hatte. Aber er hatte auch einige seltsame Vorstellungen. An einem Tag ging er im Bademantel ins Rathaus und machte voller Begeisterung Werbung für seine Idee, nach der sagenumwobenen Höhle zu suchen. In den Gesprächen der Jungs werden Pauls Zweifel und Hoffnungen deutlich, und zwischendurch stolpern und irren sie durch die Landschaft.

So sehr die beiden jungen Schauspieler sich auch bemühen, so ganz überzeugend ist das alles leider nicht immer. Das liegt zunächst daran, dass die Höhlensuche etwas zu sehr wie eine Schnitzeljagd wirkt. Vor allem aber wirkt es am Ende so, als würden sich für beide Jungs ihre wichtigsten Probleme (Max’ Vater ist auch sehr schwierig) einfach so dadurch lösen lassen, dass sie am Ziel ihrer Suche ankommen.
Bis dahin gibt es einige spannende Szenen (Polizisten! Ein Wolf!) und vor allem wunderschöne Bilder aus dem Bergwald – und am Ende wird es richtig, richtig gruselig.