Pferd am Stiel
Demnächst im Kino: 23.04.2026
Träumst du manchmal auch davon, YouTuberin oder Influencer zu werden? So geht es Sarah und Dilek, die so gerne mehr Follower und Likes hätten, aber einfach nur machen, was alle machen: Schmink-Tipps, Tanzen, Freundinnen-Herzchen. Bis Sarah eine lustige Sportart entdeckt: Hobby Horsing. Echt jetzt?, fragt Dilek, macht aber erst einmal mit.

Sarah und Dilek sind beste Freundinnen und machen alles zusammen: Nach der Schule essen sie in der Dönerbude von Dileks Eltern zu Mittag, nachmittags hängen sie in ihrem Viertel ab. Beide kommen aus einfachen Verhältnissen und haben große Träume: Auf Social Media auffallen, viele Follower mit ihren Videos beeindrucken. Deshalb macht Dilek mit, als Sarah vorschlägt, sich ein Steckenpferd zu basteln und das in Finnland so angesagte Hobby auszuprobieren. Als sie von Klassenkameraden gefilmt und ausgelacht werden, steigt Dilek aus. Aber Sarah hat ihre Freude am Hobby Horsing entdeckt und will unbedingt zur Meisterschaft nach Finnland. Gut, dass sie beim Training die gleichaltrige Beatrice, die reiche Eltern hat, kennen gelernt hat – sie will ihr helfen.

Der Film erzählt eine mutmachende Geschichte über ein 13-jähriges Mädchen, das von ihren Mitschülern belächelt wird, aber der Macht der Klassenmeinung trotzt und ein Hobby findet, das zu ihr passt. Das kannst du daran erkennen, dass Sarah richtig ausgelassen lacht und fröhlich ist, wenn sie mit ihrem Steckenpferd umherspringt, während die anderen Mädchen in der Klasse mit ernstem Blick ihre Tanzfolgen einstudieren, um das nächste tolle Video zu posten.
Sarah und Beatrice freunden sich schnell an, obwohl beide Mädchen aus ganz unterschiedlichen Familien kommen: Sarahs Mutter ist alleinerziehend, das Geld ist immer knapp, sie können sich nichts leisten; Beatrices Eltern haben zwar viel Geld, aber nie Zeit für ihr Kind. Dass sich die beiden zusammentun, zeigt, dass Freundschaft nicht an Herkunft oder ein Wohnviertel gebunden ist.

Außerdem kreist der Film um das Thema Social Media, was er auch in seinen Bildern umsetzt, wenn er ganze Szenen pink einfärbt oder mit einem regenbogenfarbenen Effekte-Filter verändert. Das ist Sarahs Blick auf die Welt, bunt und freudestrahlend. Das Tolle am Film ist, dass er nicht versucht, eine bombastische Geschichte zu erzählen, sondern eine, die nah am Publikum dran und ehrlich ist, in der nicht immer alles glatt geht, sondern die Probleme, Gedanken und Gefühle der Figuren im Vordergrund stehen.




