• Szenenbild aus dem Film „Schlummerland“

Schlummerland

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Die 11-jährige Nemo lebt mit ihrem Vater allein in einem Leuchtturm; jeden Abend erzählt er ihr von den Abenteuern, die er früher mit dem waghalsigen Flip durchlebt hat. Als der Vater bei einem Sturm mit seinem Boot untergeht, sucht Nemo ihn in ihren Träumen – und begegnet dort Flip, der ein ziemlicher Gauner geworden ist.

Flip ist von riesenhafter Statur, mit gewundenen Hörnern auf dem Kopf und scharfen Fingernägeln. Er möchte von Nemo, dass sie ihm aus der Außenwelt eine Karte mitbringt – die Karte zu Schlummerland, dem Land der Träume. Damit will er die Perlen finden, die Wünsche erfüllen, und verspricht Nemo, so werde sie jede Nacht im Schlaf ihren Vater wiedersehen können.

Außerhalb ihrer Träume wird Nemo von ihrem Onkel Philip aufgenommen, den sie vorher noch nie gesehen hatte; er wirkt sehr langweilig, hat keine Freunde und weiß auch nicht recht, wie man mit Kindern umgeht.

Die Grundidee zu dem Film – die Reise durch Traumwelten – kommt aus einem Comicstrip, der schon über hundert Jahre alt ist. Aus dem Comic finden sich noch einige Bilder, zum Beispiel Nemos Bett, das auf einmal mit sehr langen Beinen durch eine nächtliche Stadt läuft. In Schlummerland gibt es dann immer wieder ganz fantastische und lustige Momente: ein Saal voll mit Tanzpaaren, die nur aus bunten Schmetterlingen bestehen, ein kleiner Junge, der einen riesigen Müllwagen fährt. Lauter bunte Zauberwelten, die am Computer gemacht wurden – aber anders als in echten Träumen gibt es hier auch einige seltsame Regeln, und sogar so eine Art Polizei.

Nicht nur im Meer der Alpträume wird es dort aber auch öfter richtig gruselig, und zum Schluss muss man richtig Angst um Flip und Nemo haben. Dabei geht es in der Geschichte gar nicht immer um Nemo, sondern sehr lange vor allem um Fehler, die Erwachsene gemacht haben und machen.