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Frau Holle (Grimms Märchen - Spielfilm-Edition)

Durch eine schneebedeckte Landschaft zieht friedlich eine bunte Zirkuskarawane. Da taucht plötzlich Frau Hippe auf - der Tod in Menschengestalt! - und verursacht eine gewaltige Lawine. Alle kommen um oder flüchten. Nur der kleine Jakob hat keine Angst und trickst den Tod aus. Was Frau Holle, die alles beobachtet hat, tief beeindruckt.

Unsere Bewertung

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Eure Bewertung (3)

  • 2 von 5 Klappen
Ab 7 FSK 6 Prädikat wertvoll

Beschreibung

Sie lebt an einem entlegenen Ort, fern der Erde, und kümmert sich dort um Wind, Regen und Schnee. Von Jakob ist sie so begeistert, dass sie ihn als Helfer zu sich nimmt. Doch als er sich verliebt, beginnen die Probleme. Und auch die rachsüchtige Frau Hippe ist Jakob immer dicht auf den Fersen...

An das ursprüngliche Märchen über Frau Holle hält sich dieser Film nur sehr vage. Er übernimmt nur einige Grundzüge der Geschichte und erfindet vieles neu dazu; so z.B. auch die Figur des Jakob. Dadurch entwickelt sich die ganze Geschichte auf neue, unerwartete Weise, was den Film aber umso interessanter macht. Er ist eine von sechs Verfilmungen bekannter Grimmscher Märchen, die nun kurz vor Weihnachten in einer DVD-Märchenbox erscheinen. Alle sechs DVDs bestechen durch ein außergewöhnlich scharfes Bild und durch kräftige Farben, die die prachtvollen Kostüme der gelungenen Ausstattung regelrecht leuchten lassen. Musik, Schauspieler und Regie sind dagegen bei den sechs Filmen von unterschiedlicher Qualität.

Bei Frau Holle überzeugen Musik und Schauspieler allerdings auf der ganzen Linie. Und auch Regisseur und Kameramann ließen sich zusammen mit den Tricktechnikern einiges einfallen, um die Geschichte lebendig werden zu lassen. Es gibt tolle Lichteffekte und die winterliche Landschaft wird stimmungsvoll in Szene gesetzt. Neben beeindruckenden Landschaftsaufnahmen wurde bei der fantasievollen, einfallsreichen Umsetzung des Märchens auch auf die Gestaltung der Details großen Wert gelegt (z.B. Eisblumen am Fenster, eine Tropfsteinhöhle und vieles mehr).

Die anderen Filme der Box (Auflistung unter "Extras") können da oft nicht mithalten, liefern aber dennoch ein unterhaltsames Wiedersehen mit alten Märchen-Bekannten: Schneewittchen, Dornröschen und Aschenputtel machen ihre Aufwartung; das tapfere Schneiderlein zieht in die weite Welt hinaus und der Froschkönig hüpft auch munter daher. Wobei Frau Holle mit all den eisigen Landschaften und Schneestürmen sicherlich der beste der Filme ist, um sich auf den Winter und die Weihnachtszeit einzustimmen – und wie an Weihnachten wird einem trotz des Schnees auch warm ums Herz!

Credits

Titel: Frau Holle (Grimms Märchen - Spielfilm-Edition)
Originaltitel: Perinbaba
DVD-Start: 10.10.2014
Genre: Märchen
Land: Tschechoslowakei, BRD, Italien, Österreich
Jahr: 1985
Regie: Jurai Jakubisko
Darsteller:
Name Figur
Giulietta Masina Frau Holle
Tobias Hoesl Jakob
Valérie Kaplanová Frau Hippe
Eva Horká Frau Hippe (jung)
Petra Vancíková Elisabeth
Länge: 94
Farbe: Farbe
Altersempfehlung: 7
FSK: FSK 6

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Bewertung
+++Filmkommentar+++

Extras

Folgende Filme befinden sich in der Spielfilm-Edition von Grimms Märchen:

  • Aschenputtel (Regie: Karin Brandauer, Tschechoslowakei / Deutschland / Spanien / Frankreich 1989)
  • Dornröschen (Originaltitel: Šípková Růženka; Regie: Stanislav Párnický, Tschechoslowakei / Deutschland 1990)
  • Frau Holle (Originaltitel: Perinbaba; Regie: Juraj Jakubisko, Tschechoslowakei / Deutschland 1985)
  • Froschkönig (Originaltitel: Žabí král, Regie: Juraj Herz, Tschechoslowakei / Deutschland 1990)
  • Schneewittchen und das Geheimnis der Zwerge (Originaltitel: Sněhurka a sedm trpasliku; Regie: Ludvík Ráža, Tschechoslowakei / Deutschland, 1992)
  • Sieben auf einen Streich/Alternativtitel: Das tapfere Schneiderlein (Originaltitel: Sedem jednou ranou; Regie: Dušan Trančík, Tschechoslowakei / Deutschland / Frankreich / Italien / Spanien 1989)

Elterninfo

Dieser Film hat von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) das Prädikat „wertvoll“ erhalten. Die Begründung finden Sie hier.

files/upload/images/bildmaterial_kooperationen/FBW/Logo FBW.jpgDie FBW wurde 1951 als gutachterliche Einrichtung aller Bundesländer gegründet. Unabhängige Jurys mit jeweils fünf Medienexperten bewerten die Filme innerhalb ihres Genres und zeichnen herausragende Werke mit den Prädikaten „wertvoll" und „besonders wertvoll" aus.