Quelle: G+J Entertainment Media / © good!movies  
Mondscheinkinder (Quelle: G+J Entertainment Media / © good!movies)

Mondscheinkinder

Lisas kleiner Bruder Paul leidet an einer seltenen, aber schweren Krankheit: der sogenannten Mondscheinkrankheit. Diese heißt so, weil die Haut der Betroffenen kein Sonnenlicht verträgt. Der arme Paul kann nur noch nachts das Haus verlassen und muss tagsüber sogar die Fenster verdunkeln. Er ist viel allein und hat niemanden außer Lisa.

Unsere Bewertung

  • 5 von 5 Klappen

Eure Bewertung (2)

  • 3 von 5 Klappen
Ab 10 FSK 0

Beschreibung

Quelle: G+J Entertainment Media / © good!movies

Denn die alleinerziehende Mutter arbeitet viel und ist kaum zuhause. Die 12-jährige Lisa hat daher die ganze Verantwortung für ihren Bruder und kümmert sich mit viel Kraft rührend um ihn. Sie erfindet sogar eine Geschichte, die ihren Bruder ablenken und ihm Trost spenden soll. In dieser Geschichte, die immer weiter ausgebaut wird, ist Paul ein Astronaut von einem fernen Planeten – deshalb verträgt er auch das Sonnenlicht nicht. Aber ihr eigenes Leben vernachlässigt Lisa völlig. Als sie sich zum ersten Mal verliebt, spitzen sich die Probleme zu...

„Mondscheinkinder“ wird immer wieder durch charmante, liebevoll und detailreich gestaltete Zeichentrickszenen aufgelockert. Diese bebildern Pauls Astronautenabenteuer, von denen Lisa ihm erzählt. Diese Auflockerungen sind auch dringend nötig, denn die Geschichte des Films ist nicht leicht wegzustecken.

Die gefühlvolle Musik ist toll und auch die Darsteller überzeugen, allen voran das großartig gespielte Geschwisterpaar. Aber neben erster Liebe und Geschwisterliebe erzählt der Film eben auch von Krankheit und schwierigen Entscheidungen und Situationen. Und er wird dabei seinem ernsten Thema gerecht: Er beschönigt und verharmlost nichts. Daher sei bei aller Gelungenheit des Films hier dennoch auch eine Warnung ausgesprochen: Wer besonders sensibel ist, aber sich trotzdem mit diesem ernsten Thema auseinandersetzen möchte, sollte den Film unbedingt mit seinen Eltern anschauen. Denn er ist an manchen Stellen wirklich todtraurig – und es muss auch jeder für sich selbst entscheiden, wie tröstlich er den Hoffnungsschimmer am Ende findet.

Credits

Titel: Mondscheinkinder
DVD-Start: 16.11.2007
Genre: Drama
Land: Deutschland
Jahr: 2006
Regie: Manuela Stacke
Darsteller:
Name Figur
Leonie Krahl Lisa
Lucas Palmus Paul
Lucas Hardt Simon
Renate Krößner Mutter
Walter Kreye Dr. Maurer
Länge: 87
Farbe: Farbe
Seitenverhältnis: 2,35 : 1
Untertitel: Deutsch
Altersempfehlung: 10
FSK: FSK 0

Film bewerten!

Bewertung
+++Filmkommentar+++

Elterninfo

Die Mischung aus Phantasie – in bunten Tricksequenzen – und nüchterner Realität ist das Bemerkenswerte an Manuela Stackes Erstlingswerk. Mit gutem Gespür für Dramaturgie zieht sich dieser Wechsel durch den ganzen Film: Je dramatischer Pauls Gesundheitszustand wird, desto mehr greift die Phantasie in die Realität ein und Lisa kann ihrem kleinen Bruder Hoffnung und Zuversicht jenseits aller religiösen Motive geben. Dass es dabei auch für Lisa heißt, auf ein „normales“ Teenagerleben zu verzichten, wird dabei außerdem glaubhaft vermittelt. Kein leichter Stoff, aber eine absolut liebenswerte Geschwistergeschichte.

 

files/upload/images/bildmaterial_kooperationen/kinofenster/KF_Banner_Knerten_180x150_2.jpgWeitere Informationen zu diesem Film finden Eltern und Pädagogen auf kinofenster.de. Das Online-Portal für Filmbildung bietet Filmbesprechungen, Hintergrundinformationen, filmpädagogische Begleitmaterialien, News, Termine, Veranstaltungen, Adressen und Links für die schulische und außerschulische Filmarbeit.