Arco - Eine fantastische Reise durch die Zeiten
Demnächst im Kino: 09.04.2026
Fliegen? Darf man erst mit Zwölf. Das ist unfair, findet Arco. Er möchte wie seine Eltern und seine ältere Schwester auch einmal eines dieser Regenbogencapes tragen, mit denen man fliegen und durch die Zeit reisen kann. Und dann möchte er ganz weit zurück in die Vergangenheit. Seine Eltern bringen von ihren Zeitreisen immer nur alte Pflanzen mit, die sie erforschen wollen. Aber Arco träumt von mehr. Einmal mit eigenen Augen die Dinosaurier sehen, das wäre toll!

So schleicht sich Arco eines nachts heimlich aus dem Haus, stibitzt sich ein Regenbogencape und stürzt sich wagemutig von der hohen Plattform, auf dem das Haus seiner Familie steht, hinab in die Tiefe. Doch Arco reist nur etwa 800 Jahre in der Zeit zurück – und landet ziemlich unsanft im Jahr 2075, wo er von Iris gefunden wird, die den verletzten Jungen mit zu sich nach Hause nimmt. Staunend beobachtet Arco, wie anders die Welt zu dieser Zeit ist – und wie bedroht sie ist. Obwohl er Iris mag, will er wieder zurück nach Hause. Doch bei dem Aufprall hat er seinen Diamanten verloren. Und außerdem sind da drei merkwürdige Erwachsene, die hinter ihm her sind.
In einem Film gleich in zwei zukünftige Welten zu reisen, das ist eher selten. Hier ist die sehr weit entfernte Zukunft ein guter Ort. Die Erde ist in dieser zwar noch arg mitgenommen, aber die Menschen haben einen Weg gefunden, gut im Einklang mit der Umwelt zu leben und Technik sinnvoll einzusetzen.
Im Jahr 2075 sieht das ganz anders aus. Vor allem Roboter haben viele Menschen ersetzt. Weil die Eltern von Iris etwa weit weg von zu Hause arbeiten, kümmert sich ein Roboter um sie und ihren jüngeren Bruder und ihre Eltern sind nur als Hologramme anwesend. Und auch in der Schule gibt es keine Lehrer aus Fleisch und Blut mehr, sondern nur noch Maschinen. Außerdem droht ein gewaltiges Feuer bald alles zu vernichten.
Was so aufregend klingt, wird vergleichsweise ruhig erzählt. Immer wieder findet dieser tolle Animationsfilm aus Frankreich zu sehr stillen Szenen, die richtig ans Herz gehen und zeigen, wie schön ein sorgsamer, rücksichtsvoller Umgang mit der Umwelt wäre. Wenn die Bilder dich ein wenig an Trickfilme aus Japan, etwa an Ponyo oder Das Schloss im Himmel von Hayao Miyazaki erinnern, ist das kein Zufall. Denn auch hier sind die Hintergrundbilder sehr detailliert gestaltet und die Figuren sehr einfach und flächig. Vor allem für die Darstellung der Natur ist das wichtig. Du sollst deren Schönheit nämlich spüren. Wie gut, dass der Film trotz aller Katastrophen hoffnungsvoll in die Zukunft blickt. Denn Arco ist ein Mutmacher für Iris. Irgendwann wird alles gut!





