Der Wunderweltenbaum
Demnächst im Kino: 30.04.2026
Manchmal sind Beth, Fran und Joe von ihren Eltern ganz schön genervt. Besonders als diese eines Tages eine einsame Entscheidung treffen: Weil ihre Mutter ihren Job verliert, zieht die ganze Familie aufs Land. „Gibt‘s da Internet?“, fragt Joe besorgt. „Bäume?“, kreischt Beth entsetzt. Nur Fran bleibt stumm, aber sie spricht im Moment ohnehin nicht. Ausgerechnet sie entdeckt auf dem mühevollen Fußweg durch die Natur etwas: etwas Magisches …

Das neue Zuhause erweist sich als halbverfallene Scheune ohne Strom und jeden Komfort. Während eine Familienkrise droht, bricht Fran ihr Schweigen und verrät ihrer Mutter: „Ich habe eine Fee gesehen!“ Tags darauf folgt Fran einer Einladung zum Tee in den Wald, genau dorthin, wo die Kinder nicht hinsollen. Fran aber macht sich auf den Weg und findet den Wunderweltenbaum, sagt dreimal „Ich glaube an Magie“ und steigt hinauf in die Baumkrone. Dort lernt sie die liebenswürdigen Bewohner*innen des Baums kennen: die Fee Seidenhaar, Mondgesicht, den Pfannenmann, den Mann, der seinen Namen vergessen hat, und auch Frau Wasch, die nicht nur wäscht, sondern auch eine Himmelsleiter verwaltet: Über die freischwebenden Sprossen geht es noch weiter hinauf – zu Welten, die sich ständig verändern.

Fran ist begeistert, doch es dauert eine Weile, bis sie Joe und Beth von ihrer Entdeckung überzeugen kann und sie zu dritt verrückte Abenteuer in den magischen Welten erleben. Doch Vorsicht: Wer zu gierig Süßigkeiten nascht oder einen falschen Wunsch ausspricht, der bekommt Probleme. Erst recht, wenn man dann auch noch im Land der bösen Erzieherin Madame Klaps strandet.
Es ist eine recht verrückte Geschichte, die dieser fantastische Film aus kleinen Spannungsbögen zusammensetzt. Vieles, was die Kinder erleben, ist lustig und ausgelassen, doch auch, wenn es einmal spannend und gefährlich wird, genießen Joe, Beth und Fran mit Mut und Freude ihre Erlebnisse. Sie „schaudern vor Entzücken“, heißt es in der Buchvorlage, die die berühmte Kinderbuchautorin Enid Blyton schon vor mehr als 85 Jahren zu schreiben begann. Du kennst vielleicht einige ihrer anderen Buchreihen, etwa „5 Freunde“, „Hanni und Nanni“ oder die „Abenteuer“-Serie. Und wenn Du eine Leseratte bist, wirst Du im „Wunderweltenbaum“ vielleicht viele Anleihen bei anderen, bekannten Kinderbüchern anderer Autoren entdecken: Da lassen „Alice im Wunderland“, „Die Chroniken von Narnia“ und „Der Zauberer von Oz“ grüßen, und sogar ein bisschen „Charlie und die Schokoladenfabrik“. Aber auch ohne solches Vorwissen unterhält der ausgelassen-charmante Fantasyfilm tadellos. Um ehrlich zu sein: Die alte Buchvorlage war doch etwas arg altmodisch und verstaubt, da ist es gut, dass sich der Film über die hübschen Figuren hinaus viel Neues ausdenkt. Dabei geht es nebenbei um Zusammenhalt und Familiensinn, aber ebenso darum, die eigene Fantasie einfach wild aufblühen zu lassen und dafür ruhig mal Handy und Tablet beiseitezulegen.







