© 1988 NIBARIKI - G / Universum Film

Mein Nachbar Totoro

Aufregend, so ein Umzug! Überall gibt es etwas zu entdecken: Glitzernde Fische im Fluss und schwarze Rußbolde im alten Haus. Aber die tollste Entdeckung macht die kleine Mei, als sie zwei putzigen Wesen ins Gebüsch folgt und den freundlichen Waldgeist Totoro trifft. Ob ihre große Schwester Saki ihn wohl auch mal kennenlernen kann?

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Ab 6 FSK 0

Beschreibung

© 1988 NIBARIKI - G / Universum Film

Zusammen mit Totoro macht es Saki und Mei noch viel mehr Spaß, ihr neues Zuhause zu erkunden. Und sie haben viel, das sie ihrer Mama schreiben können! Leider sehen sie ihre Mama nicht so oft, weil sie krank ist und sich in einem nahe gelegenen Krankenhaus auskurieren muss. Als Saki und Mei erfahren, dass ihre Mutter noch länger als geplant dort bleiben muss, machen sie sich große Sorgen. Die kleine Mei will ihre Mutter unbedingt besuchen – und ist plötzlich verschwunden! Was, wenn ihr was passiert ist? Ein Glück, dass der nette Waldgeist auch in der Stunde der Not für Saki da ist und ihr hilft.

Natürlich ist der liebenswerte Waldgeist Totoro mit seinem kuschligen, grauen Fell und den Hasenohren eine Erfindung. Trotzdem erzählt dieser warmherzige Anime auch etwas Wahres über die japanische Kultur. In der japanischen Religion „Shinto“ gibt es nämlich ganz viele Götter und Geister – auch solche, die wie Tiere aussehen oder sogar Pflanzen sind! (Mehr dazu erfährst du unter „Extras“).

Über das japanische Alltagsleben lernt man ebenso viel. Der Film spielt im ländlichen Japan der 1950er Jahre und zeigt viele Gegenstände oder Bräuche, die für uns eher fremd sind. Wir sehen Arbeiter auf einem Reisfeld, hören in der Nacht das laute Zirpen der Zikaden, erleben mit, dass Mei und Satsuki nicht in Betten schlafen, sondern auf einem Futon auf dem Boden. Wir erfahren ganz nebenbei, was „Sturmläden“ sind oder wie ein „Bento“ aussieht, sozusagen das japanische Pausenbrot. Es ist toll und manchmal auch richtig witzig, wenn sich die echte Welt und die magische Welt begegnen – zum Beispiel, als auch Saki endlich Totoro trifft und ihm einen Regenschirm leiht.

Genau diese Mischung macht diesen Trickfilm so unvergesslich: Er erzählt vom Zauber der Natur und von schönen Alltagserlebnissen ebenso wie von den Ängsten der beiden Geschwister. Bestimmt wirst du Totoro genauso schnell ins Herz schließen wie Mei und Saki – und bestimmt wirst auch du vom tollen Schlusslied einen Ohrwurm haben und sofort mitsingen: „To-to-ro, To-to-ro......“

Credits

Titel: Mein Nachbar Totoro
Originaltitel: Tonari no Totoro
DVD-Start: 22.03.2013
Genre: Dokumentation
Land: Japan
Jahr: 1988
Regie: Hayao Miyazaki
Länge: 86
Farbe: Farbe
Untertitel: Deutsch
Altersempfehlung: 6
FSK: FSK 0

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Bewertung
+++Filmkommentar+++

Extras

Die in Japan wichtigste Religion heißt „Shinto“, und in dieser gibt es nicht einen, sondern ganz viele Götter und Geister. Diese können eine menschliche Form haben, aber sie können auch Tiere, Pflanzen, Gegenstände oder Naturwesen sein – zum Beispiel ein Fluss oder der Wind! Um die göttlichen Erscheinungen zu ehren, ist es besonders wichtig, in Harmonie mit der Umwelt zu leben.

Wer genau aufpasst, kann im Film viele Elemente entdecken, die auch in der Wirklichkeit zur Shinto-Religion gehören: Zum Beispiel den versteckten Schrein mit der Fuchsstatue, ein großes, freistehendes Tor oder das sogenannte „Götterseil“, das um den riesengroßen Kampferbaum gebunden ist.

Elterninfo

Sehr feinfühlig gelingt es Hayao Miyazaki in seinem Anime-Klassiker aus dem Jahr 1988, von den Ängsten und Freuden zweier Kinder zu erzählen. Dabei verbindet er reale und fantastische Welten und lässt überdies japanische Traditionen einfließen, die auch jungen Zuschauern einen Eindruck von der Shinto-Religion und dem Landleben in Japan vermitteln. Vor allem aber besticht der Film durch das liebevolle Verhältnis der beiden unterschiedlich alten Geschwister. Umso schöner wird „Mein Nachbar Totoro“, weil der Geist des Waldes, wie das Wesen im Film auch genannt wird, nur von den Kindern gesehen werden kann. Die Erwachsenen können Totoro nicht sehen. Leider. Denn manchmal würde ihnen eine Begegnung mit Totoro sicher auch helfen.

Beinahe jeder Film von Hayao Miyazaki hat das Zeug zum Animationsfilm-Klassiker. Gedreht hat der japanische Altmeister bisher u. a. „Chihiros Reise ins Zauberland“, „Kikis kleiner Lieferservice“, „Das Schloss im Himmel“, „Das wandelnde Schloss“ und „Ponyo“. Sohn Goro trat mit „Die Chroniken von Erdsee“ und „Der Mohnblumenberg" in die großen Fußstapfen des unermüdlichen Trickfilmspezialisten.

 

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