Bibi Blocksberg – Die total verhexte Zeitreise
Neu im Kino
Junghexe Bibi Blocksberg hat es verpasst, sich um ein Schulpraktikum zu kümmern, nun wird sie zum „laaangweiligsten“ Arbeitseinsatz auf der ganzen Welt verdonnert. Doch plötzlich ist das Museum auf Schloss Klunkerburg Schauplatz eines Verbrechens: Aus einer Ausstellung wird eine kostbare Spieluhr gestohlen! Bibi ermittelt und reist dafür sogar durch Zeit und Raum.

Nach Bibis Abenteuer beim großen Hexentreffen soll der Alltag der selbstbewussten Junghexe nun eigentlich normal verlaufen. Aber da, wo die tatendurstige 13-Jährige auftaucht, kann es wohl nur turbulent zugehen. Klar, ihr allzu übermütiger Einsatz von Zauberkräften bringt sie oft in Schwierigkeiten. Aber dass sie die Gemälde im ehrwürdigen Schlossmuseum mal eben kurz mit Leben erfüllt oder die nächtlichen Ausstellungsräume in eine Disco verwandelt, das kann ja nun nicht wirklich verboten sein. Immerhin ist Bibi dadurch nah am Geschehen und schnell davon überzeugt, dass die freundliche Museumskuratorin Farrah zu Unrecht des Diebstahls verdächtigt wird. Obendrein birgt die gestohlene Spieluhr ein Geheimnis, und um das zu lüften, will Bibi nur ein wenig an der Zeit drehen – und hext sich und Freundin Marita ungewollt zurück ins Jahr 1887.

Und so wird Bibis neues Kinoabenteuer tatsächlich zu einer „verhexten Zeitreise“. Du kennst des reizvolle Thema der Zeitreise vielleicht schon aus anderen Filmen, und auch hier macht es Spaß, mit Bibi und Marita in die alte Kaiserzeit zu springen, in eine Zeit, in der man sich anders kleidete, anders redete und ganz anders dachte. Darunter, in dieser Zeit „nur“ ein Mädchen zu sein und keine eigene Meinung haben zu dürfen, leidet das Mädchen Fritzi sehr. Bibi hat Fritzi schon in der Gegenwart auf einem alten Gemälde entdeckt, nun werden beide Freundinnen. Dabei wissen sie, dass sie aus verschiedenen Zeiten stammen und nie wirklich zusammenfinden können. Ab sofort springt der Film ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart, wobei die Folgen von Bibis Eingriff in die Zeit immer komplizierter werden. Deshalb braucht Bibi dringend die Hilfe und Solidarität ihrer Hexenfreundinnen, nicht zuletzt, um die Intrigen von Fritzis fieser Tante aufzudecken.
In der Summe ist der neue „Bibi Blocksberg”-Film Zeitreise-Abenteuer und rätselreicher Krimi in einem - und wieder ein Musical, in dem viel gesungen und getanzt wird. Das ist oft von allem zu viel, sodass manches eigentlich interessante Thema zu kurz kommt. Trotzdem macht der rasant-turbulente Film viel Spaß, woran besonders die mit Herzblut und Leidenschaft spielenden jungen Darsteller*innen ihren Anteil haben. Aber auch die flotten Songs im Disco-Gewand sind nicht zu unterschätzen. So singt FIA (die im Film Bibis Freundin Marita spielt) im Song „Superstar” selbstbewusst davon, dass sie mit dem Ruhm ganz gut klar käme, während Bibi selbst begeistert singt: „Das Leben ist ein Geschenk. Hör' nie auf, etwas zu probieren, du hast nichts zu verlieren.”







