Großes Filmlexikon

Auf der Suche nach einem bestimmten Begriff? Klicke einfach auf einen Buchstaben. Dann erhältst du eine Liste mit allen Filmbegriffen, die mit diesem Buchstaben anfangen.

Lust auf einen Film? Ihr könnt auch in unserer Filmdatenbank nachschlagen.

  • Kabelhilfe

    Wenn man ins Film- oder Fernsehgeschäft will, heißt es oft: "Fang doch als Kabelhilfe an!" Das soll einfach sein und man kann dabei viel lernen. Aber was macht eine Kabelhilfe eigentlich?

    Kabelhilfen tragen die Kabel der Kamera (deswegen kann man sie auch Kabelträger nennen).

    Die Kabel sind nämlich oft ziemlich lang und können leicht zur Stolperfalle werden. Außerdem liegen oft mehrere Kamerakabel in einem Filmstudio oder einem Fernsehstudio.

    Die Kabelhilfen achten also darauf, dass die Kabel nicht im Weg liegen und helfen so dem Kameramann, dass er sich ohne Einschränkungen im ganzen Gelände bewegen kann. Das ist wichtig, denn der Kameramann kann nicht auf seine Füße achten, wenn er durch die Kamera sieht, um eine Spielszene zu filmen.

    Die Kabelhilfen sind also immer hautnah am Geschehen und können so viel über Filmarbeit lernen, wenn sie gut aufpassen.

  • Kamera

    Die Filmkamera ist im Film das zentrale Werkzeug. Mit einer Kamera, das weißt du bestimmt, nimmt man Bilder auf. Sicher hast du schon oft eine Fotokamera benutzt, um schöne Erinnerungsfotos zu schießen.

    Im Gegensatz zur Fotokamera macht die Filmkamera während der Aufnahme ganz viele Bilder hintereinander, normalerweise 24 Bilder in einer Sekunde. So viele Bilder braucht man, damit die Bilder später beim Abspielen in unserem Auge zu einer flüssigen Bewegung verschmelzen.

    Hast du schon einmal einen Filmstreifen gesehen? Ein Filmstreifen besteht aus einem durchscheinenden Plastikmaterial und hat Löcher an der Seite, die dazu da sind, den Streifen durch den Projektor zu transportieren. Wenn du dir den Filmstreifen genau ansiehst, wirst du feststellen, dass auf dem Filmstreifen selbst keine Bewegung zu sehen ist, nur ganz viele einzelne Bilder, die wie viele kleine Fotos aussehen.

    Woher kommt dann die Bewegung? Auch wenn du es auf dem Filmstreifen kaum siehst: Die Bilder unterscheiden sich alle ein kleines bisschen voneinander. Beim Filmen wurden ganz viele einzelne Bilder von der Bewegung aufgenommen. Wenn diese Bilder nun ganz schnell hintereinander gezeigt werden, verschmelzen die einzelnen Bilder für unser Auge zu einer zusammenhängenden, flüssigen Bewegung. Wir sehen also eine Bewegung, obwohl auf dem Filmstreifen nur Bilder ohne Bewegung sind!

  • Kamerafahrt

    Wenn du dir im echten Leben etwas genau anschauen möchtest, dann gehst du ganz nah ran oder zur Seite, um einen Gegenstand ganz betrachten zu können. Im Film ist die Kamera dein Auge. Wenn dein Auge im Film mehr sehen möchte, dann muss die Kamera sich bewegen. Sicher hast du schon einmal in einem Making Off gesehen, wie die Kameraleute ihre Geräte auf Gestellen tragen oder auf Wagen über Schienen rollen. Damit das Bild im Film nicht wackelig wird, gibt es zahlreiche Mittel die dem Kameramann helfen, die Kamera ruhig zu halten. Filmteams nutzen dafür alle möglichen Arten der Fortbewegung. So stellt man die Kamera zum Beispiel auf Züge, Autos oder Fahrräder. Professionelle Filmteams benutzen häufig einen Dolly. Ein Dolly ist ein Wagen mit vier Rädern die entweder auf Schienen fährt, wie ein Zug oder mit Gummireifen, wie ein Auto auf der Straße. Durch die Kamerafahrt kann die Kamera von einer Einstellung zu einer anderen fahren, ohne zwischendurch eine Unterbrechung durch einen Schnitt setzen zu müssen. Dadurch kann Spannung erzeugt werden, wie zum Beispiel bei einer Verfolgungsjagd. Auch kann die Aufmerksamkeit von einer Person im Raum zu einer anderen Person gerichtet werden. Wenn wir eine Kamerafahrt sehen, fühlen wir uns direkter angesprochen, da unser Blick nicht durch einen Schnitt unterbrochen wird. Im Leben sehen wir ja auch alles in einer Bewegung. Immer beliebter werden bei Filmdrehs auch Kameradrohnen. Die Welt von oben und im Schwebezustand wird mit diesen Minihubschraubern sichtbar. Du kannst dich fühlen wie ein Vogel.

  • Kameramann

    Die Arbeit des Kameramanns oder der Kamerafrau stellst du dir vielleicht so vor, dass er oder sie einfach die Kamera bedient und alles filmt. Eigentlich gibt es aber ein ganzes Kamerateam und der Kameramann hat als Chef noch viel mehr Aufgaben.

    Zuerst muss er mit der Regie und der Produktion besprechen, wie der Film aussehen soll, denn der Kameramann ist für den ganzen Stil oder „Look“ des Films verantwortlich. Dazu gehört längst nicht nur die Wahl von verschiedenen Einstellungen, sondern auch die Wahl des Aufnahmematerials, des Lichts und der Farben, die der Film haben soll.

    Bevor es überhaupt zum Filmdreh kommt, kümmert sich der Kameramann um die richtige Ausrüstung, überlegt sich, was alles gebraucht wird und organisiert ein Team. Dieses Kamerateam unterstützt ihn dann während der Dreharbeiten. Für den Kameramann ist auch die Absprache mit dem Oberbeleuchter der Filmcrew wichtig. Mit ihm spricht er ganz genau ab, wann welches Licht zum Einsatz kommt.

  • Kameraperspektive

    Als Kameraperspektive bezeichnet man die Position der Kamera zu dem Gegenstand, der gefilmt wird.

    Wenn du die Kamera mit den Augen eines Menschen vergleichst, geht es also darum, ob der Mensch (beziehungsweise die Kamera) geradeaus sieht, von oben auf einen Gegenstand heruntersieht oder von unten auf einen Gegenstand herauf.

    Das sind im Grunde die drei wichtigsten Kameraperspektiven, die Normalsicht, Aufsicht und Untersicht genannt werden. Wann man welche Perspektive anwendet und wozu sie dienen, erfährst Du, wenn Du weiterliest.

    Untersicht:

    Wenn eine Person aus der Untersicht gefilmt wird, dann kann sie dadurch größer wirken, vielleicht sogar ein bisschen bedrohlich. Wenn ein Gespräch zwischen zwei Personen gefilmt wird und die eine davon immer aus der Untersicht gezeigt wird, soll uns das vielleicht zeigen, dass diese Person mehr Macht als die andere hat. Die Kameraperspektiven können uns also etwas über die Beziehung der Personen erzählen.

    Eine extreme Untersicht wird übrigens Froschperspektive genannt. Wenn du direkt vor einem Hochhaus stehst und nach oben schaust, sieht das Hochhaus noch viel riesiger aus, als es sowieso ist. So ähnlich könnte die Sicht eines Frosches sein, wenn er vor dir steht und an deinem Bein nach oben sieht: Oh Schreck, schwindelerregend hoch dieser Mensch!

    Normalsicht:

    Bei der Normalsicht befindet sich die Kamera auf der gleichen Höhe mit dem gefilmten Gegenstand. Wird beispielsweise ein Mensch gefilmt, befindet sich die Kamera auf Augenhöhe. Diese Kameraperspektive versucht, unsere normale Sicht nachzuahmen. 

    In vielen Kinderfilmen ist es so, dass aus einer niedrigeren Position gefilmt wird, um auf der Augenhöhe der Kinderschauspieler zu sein. Manchmal sind dann die Erwachsenen nicht ganz im Bild zu sehen. Dadurch wird sogar im Bild ausgedrückt, dass es in diesem Film um die Sicht der Kinder geht und die Sicht der Erwachsenen nicht so wichtig ist.

    Aufsicht:

    Bei einer Aufsicht schaut die Kamera von oben auf etwas herab. Diese Kameraperspektive wird zum Beispiel eingesetzt, um den Zuschauern die Umgebung zu zeigen, in der sich eine Szene abspielt. Wenn eine einzelne Figur von oben gezeigt wird, kann das auch ausdrücken, dass die Figur sich klein und verloren fühlt.

    Eine extreme Form der Aufsicht ist die Vogelperspektive. Wenn du schon einmal mit einem Flugzeug geflogen bist, dann kannst du dir gut vorstellen, wie ein Vogel im Flug die Welt sieht: Alles ist sehr klein und hat von oben andere Formen

  • Kassengift

    Keine Sorge - an einer Kinokasse erhaltet ihr bestimmt kein Gift! Vergiftet wird hier die Kasse selbst, natürlich nur bildlich gesprochen. Die Kinokasse fühlt sich nämlich am wohlsten, wenn sie mit gaaanz viel Geld gefüttert wird - aber nicht jeder Film bringt viel Geld ein.

    Als Kassengift bezeichnet man in der Filmindustrie ein Thema oder auch einen Schauspieler, das oder der durch mehrfache Flops an den Kassen aufgefallen ist. Das bedeutet, dass die letzten Filme zu diesem Thema oder mit diesem Schauspieler nur ganz wenige Zuschauer sehen wollten.

  • Kinderfilm

    Nicht jeder Film, in dem Kinder mitspielen, ist auch ein Kinderfilm. Kinderfilme sind die Filme, die extra für euch gemacht werden, für Kinozuschauer im Alter von 4 bis 12 Jahren. Damit euch diese Filme besonders gut gefallen, muss ganz viel beachtet werden.

    Zum Beispiel haben diese Filme Themen, die euch interessieren, etwa Erlebnisse in der Schule oder Erlebnisse mit den besten Freunden. Oft sind Kinder die Hauptfiguren und die Geschichten werden aus ihrer Sicht erzählt. Bei jüngeren Kindern sind aber auch Animationsfilme mit Tieren als Hauptfiguren sehr beliebt. Bei Filmen für jüngere Kinder muss außerdem besonders darauf geachtet werden, dass sie die Geschichten schon verstehen können und dass sie auch nicht zu gruselig für sie sind.

    Es ist also gar nicht so leicht, einen richtig guten Kinderfilm zu machen! Auf den Seiten von „Kinderfilmwelt“ erfährst du noch viiiiieeeel mehr über Kinderfilme. Im Bereich "Neue Filme" stellen wir Dir jede Woche neue Filme vor, die extra für Kinder in deinem Alter gemacht wurden. Unter "Alle Filme" kannst Du nach Themen und Filmarten suchen, die dich besonders interessieren und nachlesen, ob es sich lohnt, einen bestimmten Film anzusehen.

  • Kino

    Kino, Lichtspieltheater, Lichtspielhaus, Filmtheater - all diese Ausdrücke bezeichnen einen magischen Ort. Hier kann man sich in andere Welten entführen lassen, mit seinen Helden Abenteuer bestehen, Liebesschwüre austauschen und sich über die Missgeschicke anderer kaputtlachen.

    Ah, das Kino! Ein Cineast würde dir wahrscheinlich sagen, dass es der einzig richtige Ort ist, um sich Filme anzuschauen! Warum? Weil du dich im abgedunkelten Saal ganz auf die Bilder konzentrierst, in den gemütlichen Sessel und den Film versinken kannst, gemeinsam mit anderen Zuschauern mitlachst, mitweinst oder mitfieberst, der Ton von allen Seiten kommt, weil du auf der großen Leinwand alle Details erkennen kannst und nicht von Werbung aus deinem Filmerleben herausgerissen wirst.

    Früher war das Kino tatsächlich der einzige Ort, an dem man sich Filme anschauen konnte, aber seit der Erfindung des Fernsehers müssen sich die Kinobetreiber und Filmproduzenten immer wieder etwas Neues einfallen lassen, damit viele Zuschauer ins Kino gehen. Das ist bestimmt einer der Gründe, warum in letzter Zeit immer mehr Filme in 3D gedreht werden - der 3D-Effekt sieht nämlich nur im Kino gut aus!

  • Klassiker

    Ein Film-Klassiker zeichnet sich durch seine Qualität aus. Ein Film, der in seiner ganzen Gestaltung vom Drehbuch, über die Regie, die Musik, den Schnitt, das Schauspiel, die Kostüme, die Kulissen und allen anderen Feinheiten der Filmkunst besonders gut gelungen ist, und der auch Preise wie den Oscar gewonnen hat, der hat das Zeug zum Klassiker.

    Ein Film kann aber auch dadurch zum Klassiker werden, dass er Teile des Filmhandwerks oder des Erzählens im Film neu erfunden hat.

    Oder ein Film gibt uns ein Vorbild dafür, wie wir die Welt sehen und zeigt uns auf neue Art, welche Filmkunst wir uns eigentlich wünschen. Auch dann kann er zum Klassiker werden.

    Wenn Filme besser beim Publikum ankommen, als man vorher dachte, dann gelten sie als „Überraschungserfolge“. Wenn das Publikum etwas in dem Film sieht, dem es eine besondere Bedeutung gibt, dann werden Filme zu „Kultfilmen“. Klassiker können sowohl Überraschungserfolge als auch Kultfilme sein. Aber sie sind noch mehr. Es sind Filme, bei denen sich eigentlich alle einig sind: Das Publikum, die Film-Experten und die Filmkritiker – alle sagen: „Dieser Film war früher, ist heute und wird auch in der Zukunft GANZ BESONDERS! sein“ Ein gutes Beispiel dafür ist der Märchenfilm DREI NÜSSE FÜR ASCHENBRÖDEL.

    Als Klassiker bezeichnet man übrigens nicht nur Filme. Klassiker gibt es auch bei Büchern oder in der Musik und in der Kunst. Klassische Formen gelten als besonders harmonisch, überzeugend und ansprechend für eine große Zahl von Menschen.
    Wenn wir miteinander reden, dann sagen wir auch manchmal, dass etwas „klassisch“ sei und meinen damit es sei „typisch“.

  • Klaumauk

    Klamauk ist eine besonders witzige Form des Erzählens im Theater und im Film. Viel Albernheit und Clownerei von den Schauspielern oder auch ein großes Durcheinander in der Szene machen Klamauk aus. Manchmal entsteht aus dem Klamauk eine eigene Handlung, die für eine gewisse Dauer die eigentliche Erzählung des Films vergessen lässt. Ein gutes Beispiel dafür ist die Tortenschlacht an der Schule mitten im Film Unheimlich perfekte Freunde. Manchmal wird es mit dem Klamauk auch übertrieben. Dann entsteht bei Zuschauenden ein Gefühl von „ja, ich habe verstanden, dass es witzig gemeint ist – doch ich finde es jetzt nur noch blöd und auch etwas verkrampft.“

    Es wird übrigens vermutet, dass das Wort Klamauk aus Berlin stammt, wo es für eine lärmende Veranstaltung oder einen lauten Ulk stand. Demnach war es ursprünglich ein lautmalerisches Wort wie etwa „dideldidum“; „klingeling“ oder „gluckgluck“.

    Wenn von Klamauk die Rede ist, dann fällt oft auch das Wort Slapstick. Als Slapstick werden übertriebene und überraschende Körperbewegungen bezeichnet, die zugleich auch klamaukig wirken können. Klingt das jetzt etwas durcheinander? Das macht nichts, denn schließlich stehen Slapstick und Klamauk für ein Chaos im Film, das einfach nur Spaß machen soll :-)

  • Klischee

    Klischees in Filmen sind Geschichten und Bilder, die schon lange bekannt sind und sich oft wiederholen.

    „Immer das Gleiche – ist doch langweilig“, hast du das schon einmal beim Schauen eines Films gedacht? Dann bist du wahrscheinlich einem Klischee begegnet. Das Klischee zeigt nämöich Formen und Erzählweisen, die vielleicht früher einmal neu und spannend waren. Doch auf die Dauer werden sie nur noch wiederholt. Es kommt nichts Neues mehr hinzu. Zuschauer*innen sind dann enttäuscht und manchmal sogar verärgert, denn sie wollen nicht, dass alle Filme sich gleichen. Sie wollen nicht, dass die Geschichten immer ähnlich verlaufen oder die Bilder immer ähnlich aussehen. Wir wollen schließlich von Filmen überrascht und immer wieder neu herausgefordert werden, denn sonst sind sie für uns uninteressant.
     

    Noch etwas Expertenwissen:

    Das Wort Klischee kommt aus der französischen Sprache und heißt dort „cliché“. Gemeint sind mit diesem Wort eigentlich Druckvorlagen, die wir bei uns als „Druckstock“ oder „Druckform“ bezeichnen. Druckformen sind rein technisch eine sehr praktische Sache. Mit ihnen können ganz viele Bücher oder Bilder gedruckt werden. In diesem Fall ist die exakte Wiederholung gar kein Nachteil sondern eine ganz großartige Lösung. Denn nur so konnten früher - in der Zeit vor dem Internet und den Computern - Bücher und Bilder an ganz viele Menschen verteilt werden. Ähnlich der Druckform ist die Schablone. Die Schablone kennst du sicher schon vom Malen und Zeichnen. Sie hilft dir, wenn du Formen genau wiederholen möchtest oder wenn du nicht immer freihändig zeichnen willst.

    Es ist deshalb wenig überraschend, wenn dir in einer Filmbeschreibung manchmal auch das Wort „schablonenhaft“ begegnet. Denn es meint fast dasselbe wie „klischeehaft“. Beide Worte übertragen eine Technik bildhaft gesprochen auf die Bewertung von Filminhalten. Wer das Klischee im Film kritisiert, der möchte, dass jeder Film einzigartig ist – so wie ein gutes Gemälde.

  • Komödie

    Wenn du bei einem Film schmunzelst, ständig kicherst oder dich gar wegschmeißt vor Lachen - dann handelt es sich bestimmt um eine Komödie. Dass eine Komödie dich zum Lachen bringen will, ist leicht zu erraten, schließlich ähnelt der Begriff den Worten „Komik“ und „komisch“.

    Dieses Genre ist bei Zuschauern besonders beliebt und hat ganz viele Unterarten, zum Beispiel die Slapstick-Komödie, bei der es ganz viel körperliche Komik gibt, oder die Parodie, bei der ein anderer Film veralbert wird. Neben Slapstick können es auch witzige Sprüche, lustige Situationen oder Übertreibungen sein, die dich in gute Laune versetzen. Außerdem hat eine Komödie normalerweise ein Happy End, zum Beispiel wenn das Paar in der Liebeskomödie endlich zusammenkommt.

  • Komparse

    Komparsen und Statisten füllen Bilder aus, in denen viele Menschen zu sehen sind, wie etwa in Bahnhöfen, auf Flughäfen, in Konzerthallen oder auf Straßen.

    Besucht der Protagonist im Film beispielsweise ein Café, wäre es doch ziemlich seltsam, wenn dort überhaupt keine anderen Gäste sitzen und sich unterhalten würden oder noch nicht einmal eine Bedienung käme, um seine Bestellung aufzunehmen. Das wäre so gar nicht wie im echten Leben. Deshalb gibt es sogenannte "Komparsen", die diese kleinen, unscheinbaren Rollen spielen, damit sie sozusagen eine Kulisse zum Leben erwecken.

    Ein Komparse ist also ein Schauspieler, der in einem Film eigentlich mehr als lebendige Requisite dient. Er hat ziemlich wenig bis gar keinen Text, ist aber dennoch sehr wichtig für den Schauplatz und die Entwicklung einer Szene.

    Im Gegensatz zum Statisten, der sich eigentlich hauptsächlich im Hintergrund einer Szene aufhält, tritt der Komparse oft kurz mit den Protagonisten in Kontakt oder hat spezielle Anweisungen von der Regie dazu, wie er sich verhalten soll, wenn er sich im Bild befindet.

     

  • Körpersprache

    Bei deinen Freunden kannst du schnell sehen, wie es ihnen geht und sie müssen das nicht lange erklären. Denn mit dem Gesicht oder den Händen und Füßen kann man viel ausdrücken, ohne etwas zu sagen. Wenn zum Beispiel Toni und Adriana sich in „Meine griechischen Ferien“ anlächeln, dann sieht man gleich, dass die beiden sich mögen. Alles was Menschen mit ihrem Körper „erzählen“, nennt man auch Körpersprache. Für Schauspieler ist Körpersprache sehr wichtig, um ihre Rolle gut zu spielen.

    Bei Körpersprache wird alles was das Gesicht ausdrücken kann, auch Mimik genannt. Vor allem Augen und Mund können zum Beispiel ärgerlich, gelangweilt oder fröhlich aussehen. Gestik ist alles, was Hände und Arme ausdrücken können, wie zum Beispiel eine wütend geballte Faust oder ein Winken zum Abschied. Bei Animationsfilmen gibt es keine Schauspieler, die dafür ausgebildet ist, ihre Körpersprache zu benutzen. Die Filmemacher müssen den Figuren Mimik und Gestik verleihen, damit sie lebendig wirken. Schwierig war das beim Animationsfilm „Findet Nemo“, weil die Figuren alle Fische sind, die normalerweise sehr wenig Körpersprache haben.

  • Kostüm/Kostümbildner

    Wie bei dem Begriff „Maske“ denkst du bei „Kostüm“ wahrscheinlich an Karnevalsverkleidungen. Beim Film meint das Kostüm aber einfach die Kleidung der Schauspieler - selbst wenn sie nur eine Jeans und ein T-Shirt tragen. Die Kostümbildner kümmern sich also um die Kleidung der Schauspieler.

    Die Kleidung muss zu der Zeit passen, in welcher der Film spielt, aber auch zu der Filmfigur. Ein reicher Geschäftsmann trägt andere Kleidung als ein Arbeiter auf dem Bauernhof und Kinder hatten früher ganz andere Sachen an als heute.

    Der Kostümbildner oder die Kostümbildnerin denkt darüber nach, welche Kleider die Filmfiguren tragen müssen; wenn diese Kleider nicht gekauft oder ausgeliehen werden können, müssen sie extra für den Film hergestellt werden. Du kannst dir bestimmt vorstellen, wie viel Arbeit es war, die Kostüme für den Film "Wickie und die starken Männer" herzustellen, damit die Schauspieler wie echte Wikinger aussehen.

    Wie bei der Maske hat also auch das Kostüm etwas mit „verkleiden“ zu tun, denn der Schauspieler oder die Schauspielerin muss in eine bestimmte Rolle schlüpfen. Dafür ist manchmal ein Piratenkostüm wie an Karneval notwendig - und manchmal eben nur Jeans und T-Shirt.

  • Kostümfilm

    Ein Kostümfilm ist ein Film, bei dem sehr viel Wert auf gut aussehende Kostüme und Kulissen gelegt und dementsprechend viel Geld dafür ausgegeben wird. Die Kostüme sollen dabei so detailreich wie möglich sein und am besten sofort erkennen lassen, in welcher Zeit die Geschichte spielt.

    Wie ganz viele Filmgenre-Bezeichnungen überschneidet sich auch der Kostümfilm sehr gerne mit anderen Genres, wie zum Beispiel dem Science-Fiction-Film oder dem Western. Bei beiden ist dir vielleicht schon einmal aufgefallen, dass sich ganz besonders darum bemüht wird, dass die Kostüme und die Kulissen genau zur Geschichte passen. Auch im Film Die Hüterin der Wahrheit können wir beispielsweise anhand der Burg-Kulisse und den Kostümen ziemlich schnell erkennen, dass es wirken soll, als würde alles im Mittelalter spielen.

    Kostümfilme möchten uns zeigen, wie unterschiedlich die Menschen im Laufe der Geschichte lebten und sich gekleidet haben und dass es immer besondere Trends gab, an denen man sozusagen die Zeit ablesen kann. Umgekehrt können Kostümbildner und Szenenbildner in Science-Fiction-Filmen ihrer Fantasie freien Lauf lassen bei den Überlegungen, wie wir in der Zukunft leben und uns kleiden werden – hättest du vielleicht Vorschläge für neue Trends?

  • Kulisse

    Wenn du einen Film über Ritter drehen möchtest, dann wäre eine Ritterburg der perfekte Hintergrund dafür, oder? Wenn Du keine Burg vor der Tür hast, dann baust du eben eine aus Pappkartons. Genau das ist eine Kulisse, ein Hintergrund der zum Film passt und extra dafür gebaut wird. Man muss keine Kulissen bauen, wenn man einen Drehort findet, der genau so aussieht wie man es möchte. Die Kulisse ist der Raum oder die Landschaft, in der ein Film spielt.

    Für den Film „Heidi“ wurde zum Beispiel in Städten gedreht, wo es noch viele alte Häuser gibt. Im Film sieht es dann so aus, als ob diese Häuser alle in Frankfurt sind. Weil die Filmemacher wollten, dass alles wie in Frankfurt vor über hundert Jahren aussieht, mussten sie alte Häuser suchen und als Kulisse benutzen. Auf dem Gelände des Filmstudio Babelsberg in Potsdam gibt es große Kulissen, die zum Beispiel wie eine Straße in Paris oder New York aussehen können.

    Auch im Theater gibt es Kulissen. Oft bestehen sie aus beweglichen Wänden. Würde die Geschichte des Films Heidi in einem Theater aufgeführt, dann hätten Kulissenbauer*innen die alten Frankfurter Häuser auf die Wände gemalt. Spielt die nächste Szene in den Alpen, dann wird ein Bild mit Bergen auf die Bühne geschoben. Möglich ist das, weil die Wände wie Schiebetüren in Bahnen laufen. Diese Bahnen wurden in Frankreich "Kulisse" genannt - genauer gesagt: "coulisse", denn so wird das Wort in Frankreich geschrieben.

  • künstlicher Regen

    Wenn es im Film regnet, dann ist das ganz oft kein echter Regen! Denn dann müsste das ganze Filmteam ja teilweise Tage darauf warten, dass es endlich mal regnet. So viel Zeit hat man beim Filmen meistens nicht.

    Und deshalb machen sich die Filmemacher ihren Regen selbst, so wie sie ja auch selbst für den Wind sorgen und sich mit Lampen vom Sonnenlicht unabhängig machen.

    Die „Regentürme“, die man für eine ordentlich verregnete Szene braucht, sind ein bisschen wie große Duschen im Freien. Für unterschiedliche Arten von Regen (zum Beispiel für feinen Regenstaub oder dicken Platzregen) gibt es unterschiedliche „Regenköpfe“ - den Duschkopf kann man ja auch verstellen.

    So kann man genau den Regen herstellen, den man gerade braucht und der auf dem Film besonders gut aussieht.

  • Kurzfilm

    Was macht einen Kurzfilm aus? Ist ein nur ein kurzer Film oder steckt mehr dahinter?

    Wie lange ein Kurzfilm höchstens sein darf, ist nicht fest vorgeschrieben, aber meistens geht man von wenigen Sekunden bis 45 Minuten aus. Der Inhalt eines Kurzfilms kann ganz unterschiedlich sein und alle möglichen Genres bedienen, wie zum Beispiel Dokumentarfilm, Animationsfilm oder Komödie.

    Früher, als der Film erst erfunden wurde, waren alle Filme, die im Kino gezeigt wurden, Kurzfilme. Mit der Zeit wurden die Möglichkeiten der Technik immer größer und die Filme immer länger. Heute spielen Kurzfilme im Kino und Fernsehen fast keine Rolle mehr. Dabei sind sie etwas ganz Besonderes! Oft holen sie aus einer kleinen Idee sehr viel heraus. Sie erzählen zwar nicht lange, aber dafür umso intensiver und spielen dabei mit Stimmungen und Symbolen. Auch wenn es für Kurzfilme oft weniger Geld gibt, können die Filmemacher in ihnen oft ganz ihren eigenen Vorstellungen folgen und haben mehr Freiheit zu experimentieren als bei Langfilmen.