Großes Filmlexikon

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Lust auf einen Film? Ihr könnt auch in unserer Filmdatenbank nachschlagen.

  • Laiendarsteller

    Laiendarsteller*innen spielen zwar in Filmen mit, aber haben das Schauspiel nicht als Beruf ausübt. Es kann also jemand sein wie Du, deine Eltern oder einer deiner Freund*innen.

    Meistens übernehmen Laiendarsteller*innen kleinere Rollen in einem Film, aber manchmal wird auch absichtlich eine Hauptrolle mit einem*einer Laiendarsteller*in besetzt, weil man ein unbekanntes Gesicht für die Filmfigur will, oder weil die Filmemacher*innen möchten, dass der Film dadurch realistischer wirkt.

  • Lampenfieber

    Lampenfieber nennt man die Angst oder Nervosität, die man kurz vor einem Auftritt vor Publikum hat – ein anderer Begriff dafür ist auch „Bühnenangst“.

    Wenn ein Schauspieler auf der Bühne steht und alle Scheinwerfer (also die Lampen) auf ihn gerichtet sind, kann es ihm oder ihr schonmal ganz schön warm werden - das fühlt sich dann an wie Fieber. Das Gefühl von Fieber ist für den Körper natürlich nicht so angenehm und da kann es passieren, dass die Schauspielerei darunter leiden muss. Das ist völlig menschlich, trotzdem haben viele Schauspieler*innen unheimlich Angst davor: den Text vergessen, über eine Requisite stolpern, kurzum: alles geht schief, was schief gehen kann.

    Das Wort Lampenfieber soll also eigentlich die Angst VOR einem Lampenfieber beschreiben, das alles vermasseln könnte. Aber das jedes Mal lange zu erklären, würde einfach zu lange dauern - das Wort allein reicht auf allen Bühnen und TV-Studios der Welt schon aus, damit andere wissen, was gemeint ist.

  • Legetrick

    Ein Legetrick ist eine einfache Art, einen Film zu machen – fast wie Zaubern mit Bildern! Es ist eine Form des Animationsfilms oder Trickfilms.

    Stell dir vor, du malst ein Bild von einem blauen Himmel. Zusätzlich malst du auf einem anderen Blatt eine weiße Wolke und schneidest diese aus. Dann legst du die Wolke auf den Himmel und machst ein Foto davon. Danach bewegst du die Wolke ein kleines Stück weiter und machst wieder ein Foto. Wenn du das oft wiederholst, dann bekommst du eine Serie von Fotografien. In einem Filmprojektor oder einem Filmprogramm am Computer kannst du diese vielen Fotos ganz schnell hintereinander anzeigen lassen. Was du dann siehst, das ist eine Wolke, die durch den Himmel schwebt. Es erscheint wie Magie. Doch in Wahrheit ist unsere Wahrnehmung nur so langsam, dass die einzelnen Bilder vor unseren Augen ineinanderfließen und sie dadurch den Anschein von Bewegung erwecken.

    Meistens werden für die Zeit einer Sekunde im Film 24 einzelne Bilder aufgenommen. Wenn nämlich 24 Bilder so schnell hintereinander gezeigt werden, dann sehen wir sie nicht mehr alle einzeln, sondern bekommen das Gefühl, die Gegenstände in den Bildern bewegten sich ganz natürlich. Möglich ist das durch die Langsamkeit unserer Wahrnehmung. Manche nennen es auch „Trägheit des Auges“.

    Statt eines gemalten Bildes lassen sich auch Gegenstände Stück für Stück bewegen und so im Film zum Leben erwecken. Was es damit auf sich hat, das erklären wir beim Animationsfilm.

  • Leinwand

    In der Malerei ist mit Leinwand der Stoff gemeint, der auf einen Holzrahmen gespannt ist und auf den der Künstler oder die Künstlerin Bilder malt. Im Kino wird mit Leinwand die weiße Fläche bezeichnet, auf welche die Bilder projiziert (das heißt „aufgeworfen“) werden. Also das, worauf du den Film siehst. Im Prinzip kann man die Bilder sogar auf eine ganz normale weiße Wand projizieren, aber die Leinwände in Kinosälen haben besondere Eigenschaften, die dafür sorgen, das Aussehen der Bilder zu verbessern. Für die Vorführung von 3D-Filmen sind nicht nur spezielle Projektoren notwendig, sondern auch spezielle Leinwände. Beide Anschaffungen sind sehr teuer, deswegen können nur in bestimmten Kinos in Deutschland Filme in 3D gezeigt werden.

  • Liebesfilm

    In vielen Filmen kommt es vor, dass zwei oder noch mehr Figuren sich ineinander verlieben. Von einem Liebesfilm spricht man aber erst dann, wenn die Liebesgeschichte der wichtigste Teil ist.

    Werden die Figuren am Ende zusammenkommen oder nicht? Können sie ihren Streit lösen? Werden sie es schaffen, die Missverständnisse aufzuklären? Auch in Kinderfilmen gibt es Figuren, die ineinander verliebt sind, aber meistens steht das nicht im Mittelpunkt der Handlung; wichtiger sind die Geschichten über Freundschaft.

  • Location

    Bedeutet dasselbe wie Schauplatz

  • Location Scout

    Bevor mit den Filmaufnahmen begonnen werden kann, ist es wichtig, den richtigen Drehort zu finden. Früher wurden Filme oft nur in einem nachgebauten Filmset in einem Filmstudio gedreht, weil man dort das richtige Licht für die Kameras hatte. Aber heute geht man meistens raus aus dem Studio und sucht Drehorte, die als Kulisse zu der Handlung und dem Thema des Films passen. Und da kommt der „Location Scout“ ins Spiel.

    Er erleichtert dem Regisseur und Produzenten die Arbeit, indem er sich auf die Suche nach dem geeigneten Drehort begibt. Meistens hat er ja schon Hinweise darauf, wonach er Ausschau halten muss. Für den Film „Burg Schreckenstein“ muss es natürlich eine Burg sein. Aber nicht irgendeine Burg. Sie muss toll aussehen mit Turm, Mauern und Zinnen und allem Drum und Dran. Ein Internat soll sie auch beherbergen können. Der Scout recherchiert also, wo es passende Drehorte gibt und schaut sie sich an. Dabei kommt es vor, dass er viel durch die Gegend fahren oder sehr weit reisen muss. Wenn er dann einen möglichen Drehort gefunden hat, macht er Fotos davon und zeigt diese seinem Szenografie-Team. Und natürlich werfen auch die Regisseur*innen und die Produzent*innen einen Blick darauf. Schließlich müssen sie entscheiden, ob der „Location Scout“ einen Ort gefunden hat, der zur Geschichte passt und an dem man auch gut arbeiten kann. Wenn sie ihre Zustimmung geben, ist der nächste Schritt das Einholen der Drehgenehmigung.