• Video zum Film „Das geheime Stockwerk“
  • Szenenbild aus dem Film „Das geheime Stockwerk“
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Das geheime Stockwerk

Demnächst im Kino: 12.03.2026

Mit einem Fahrstuhl wechselt man gewöhnlich zwischen Stockwerken hin und her. Im Film allerdings bringt der Aufzug eines ehemaligen Grandhotels den 12-jährigen Karli in eine andere Zeit, genauer: ins Jahr 1938. Dort macht er spannende Entdeckungen und lernt neue Freunde kennen – die langweiligen Ferien versprechen, aufregend zu werden.

Mit Sneaker und Kapuzenpulli fällt Karli sofort im Grandhotel der 1930er Jahre auf: Während die Erwachsenen über ihn hinwegsehen, spricht ihn der junge Schuhputzer, Georg, ebenso an wie die gleichaltrige Jüdin Hannah aus Berlin. Als Karli erklärt, er komme aus der Zukunft, wollen sie ihm erst nicht glauben, freunden sich aber mit dem Jungen an, der ein Kastentelefon in der Hosentasche hat. Dann wird Georg ungerechterweise für einen Diebstahl beschuldigt und die Kinder versuchen gemeinsam, den wahren Dieb zu finden. Dabei kommen sie einem ganz anderen Geheimnis auf die Spur.

In der Form eines Zeitreise-Krimis erzählt der Film von der Situation in Deutschland und Österreich kurz vor dem Zweiten Weltkrieg und vermittelt die Stimmung einer Zeit in der von der nationalsozialistischen Regierung großer Hass auf verschiedene Bevölkerungsgruppen verbreitet wurde. Viele Menschen mussten um ihr Leben fürchten. Auch jüdische Menschen wie Hannah wurden – vor allem von Nazis wie der Familie Hartwig – immer schlechter behandelt und vermehrt ausgegrenzt, später sogar verhaftet und getötet. Davon wissen Hannah und die anderen Figuren im Jahr 1938 selbstverständlich noch nichts, und auch Karli hat noch nicht viel darüber gehört. Zusammen mit seiner Mutter sucht er nach Antworten auf die Frage, was mit der jüdischen Bevölkerung damals passierte, und versucht, seine Freunde zu warnen.

Die Zeitreise und ihre Folgen sind nicht immer verständlich dargestellt, aber der Film vermittelt dir ein gutes Bild von der damaligen Zeit, den 1930er Jahren. Am Spiel der Kinderdarsteller kannst du gut erkennen, wie unterschiedlich Kinder in verschiedenen Epochen aufwachsen: Karli bewegt sich recht frei und unbekümmert, die Haltungen der Kinder der Vergangenheit sind sehr viel steifer und vorsichtiger, Hannah macht einen Knicks und sitzt mit geradem Rücken auf Stühlen, die Gesichtszüge der Kinder der Nazi-Familie sind hart. Durch die Augen von Karli kannst du die Menschen und den Alltag beobachten und einen Einblick in das Leben von damals erhalten. Der Film gibt dir damit ein sehr gutes Gefühl dafür, wie die Generation unserer Ur-Großeltern ihre Kindheit erlebt hat.