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Der frechste Troll der Welt

Demnächst im Kino: 05.11.2026

Billys Weg scheint vorgegeben. Schon bald soll er in die Fußstapfen seines Vaters treten, der auf der dänischen Insel Bornholm als Höhlenmeister über die unter der Erde liegende Welt der Trolle wacht. Der tollpatschige Billy aber hat ganz andere Pläne, will den Menschen Streiche spielen – wie einst seine Vorfahren.

Nach einem Streit mit seinen Eltern nimmt er enttäuscht Reißaus und klettert zum ersten Mal an die Oberfläche, die für Trolle eigentlich streng verboten ist. Als seine Schwester Bonny ihm hinterhereilt, findet sich Billy plötzlich in einem aufregenden Abenteuer wieder. Denn nicht nur nimmt ein Mädchen namens Trine Bonny mit nach Hause. Noch dazu erkennt Billy, dass seine Heimat in Gefahr ist. Über ihrem Höhlensystem wollen die Menschen nämlich einen Freizeitpark bauen und dafür die Erde aufreißen.

Auf Dänisch trägt der Film den Titel „Krølle Bølle“. Genauso heißt auch ein Troll, der im wahren Leben als Maskottchen von Bornholm dient. Überall auf der Ostseeinsel findet man Darstellungen des kleinen Fabelwesens. Sogar ein Eis ist nach ihm benannt. Kein Wunder also, dass in der Handlung ebenfalls eine süße Kaltspeise auftaucht. Billy ist ganz verrückt nach ihr, erleidet aber einen Zuckerschock, weil er sich den Bauch vollhaut. Seine Umgebung nimmt er anschließend eine Weile etwas verschwommen und verzerrt wahr.

Unser kleiner Held ist ein nettes Kerlchen, auch wenn er mit seinem tollpatschigen Verhalten oft für Chaos sorgt. Sympathisch macht ihn vor allem seine große Neugier. Er möchte die Welt entdecken und herausfinden, ob die Menschen wirklich solche Monster sind, wie alle Trolle sagen. „Sei, was du sein möchtest!“, ist eine der wichtigsten Botschaften des Films, der animierte und echte Bilder (richtige Menschen und richtigen Landschaften) verbindet. Das geht hier erstaunlich gut zusammen, sogar in den meisten Action-Szenen!

Was weniger gut klappt: Die Geschichte zu einem überzeugenden Ende zu bringen. In der letzten Viertelstunde lösen sich die Konflikte zu einfach auf. Vor allem die menschlichen Figuren sind wenig interessant. Vielleicht hätte es dem Film schon gehelfen, wenn er nur zehn Minuten länger hätte sein dürfen. Dann hätten die Macher*innen auf jeden Fall mehr Zeit gehabt, einige Wendungen genauer zu beschreiben.