Hoppers
Demnächst im Kino: 05.03.2026
Schon als kleines Kind begeistert sich Mabel für die Natur und die Tierwelt – nicht zuletzt dank ihrer Oma, hinter deren Haus es eine wunderschöne Lichtung mit Wasserloch gibt. Als Studentin kämpft Mabel Jahre später schließlich lautstark für den Erhalt eben dieses Ortes, den der Bürgermeister für eine Umgehungsstraße plattmachen will.

Der Bau hat bereits begonnen und kann nur noch dann gestoppt werden, wenn die längst weggezogenen Tiere zurückkehren. Alles scheint verloren. Doch plötzlich erfährt Mabel durch Zufall, dass ihre Professorin eine bahnbrechende Technologie entwickelt hat. Diese erlaubt es, menschliches Bewusstsein in ein täuschend echt aussehendes Robotertier zu übertragen. Und nicht nur das! Steckt der Geist eines Menschen einmal in der Attrappe, kann man sogar mit den Tieren sprechen. Ohne lange zu zögern, „hüpft“ (der Filmtitel bedeutet „Hüpfer“!) Mabel in einen künstlichen Biberkörper und versucht, die früher am Teich wohnenden Lebewesen zum Umzug zu bewegen. Ihr Plan sorgt allerdings für gewaltiges Durcheinander.
Die Schönheit der Natur und den Respekt vor anderen Geschöpfen in einem großen Familienfilm zu feiern, ist heute wichtiger denn je. Trotz aller Alarmsignale sind wir nämlich dabei, unsere Umwelt und damit unseren Planeten weiter zu zerstören. Heldin Mabel ist eine Kämpferin, denkt nicht ans Aufgeben und kann sich über die Rücksichtslosigkeit des Bürgermeisters ganz schön aufregen. Mit viel Herz beschreibt „Hoppers“ am Anfang die Beziehung zu ihrer Oma, die auch nach ihrem Tod mit ihren klugen Ratschlägen noch Einfluss auf das Handeln ihrer Enkeltochter hat. Die Idee, dass Menschen über Robotertiere hautnah in die Natur eintauchen, nutzen die Filmemacher*innen für viele lustige Momente. Köstlich sind schon die ersten Szenen von Mabels Ausflug in das Tierreich, wenn sie aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommt. Neben witzigen Erlebnissen macht sie in ihrer Bibergestalt aber auch lehrreiche Erfahrungen. Beispielsweise erkennt sie die Verbindung zwischen dem hochsensiblen Gehör der Tiere und ihrer Flucht von der Lichtung. Spannende Details wie diese hat der Animations-Spaß, zumindest in der ersten Hälfte, immer wieder zu bieten.
In der Mitte des Films gibt es dann aber einen kleinen Bruch. Aus einer emotional packenden Geschichte wird eine Action-Sause mit größeren Knalleffekten. Einige davon sind wirklich überflüssig. Etwa ein Hai, der von Vögeln getragen wird und Jagd auf Mabel macht. Viel interessanter wäre es stattdessen gewesen, die Freundschaft unserer Haupt-Figur mit dem sympathischen Biberkönig genauer zu erforschen: Warum verstehen sich die beiden so gut? Und weshalb ist er an einer Stelle von Mabel schwer enttäuscht? Ein wenig zu laut und zu hektisch geht es auch im teils düsteren Showdown zu. Erfreulicherweise betont „Hoppers“ hier allerdings noch einmal den Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl.
Beeindruckend sind die animierten Bilder, wobei eine Sache ins Auge sticht: Während die Landschaft recht realistisch aussieht, wirken die Tiere etwas comicartiger. Deren Gesichter verändern sich übrigens je nachdem, wer sie gerade anschaut. Aus Mabels Bibersicht sind Augen und Mund größer, ist die Mimik feiner. Werden sie aus der Perspektive eines Menschen gezeigt, ist der Anblick weniger detailreich. Ein cleverer Kniff, um die Verständigungsprobleme zwischen uns und den Tieren zu verdeutlichen.



