Charlie der Superhund
Neu im Kino
Schon ewig sind Danny und sein Golden Retriever Charlie beste Freunde. In letzter Zeit macht sich der Teenager aber große Sorgen. Denn der Hund wird immer gebrechlicher und kann nicht mehr wie früher mit ihm herumtollen. Nach einer zufälligen Begegnung mit einer Gruppe Außerirdischer ist der Vierbeiner jedoch wie ausgewechselt.

Plötzlich kann er nicht nur sprechen, sondern durch die Lüfte sausen. Ein neuer Superheld ist geboren, der natürlich auch ein richtiges Kostüm benötigt. Dass Charlie in Windeseile zu einer Berühmtheit wird, passt vor allem einem überhaupt nicht: Nachbarskater Puddy, der von den Aliens ebenfalls mit neuen Kräften ausgestattet wurde, schmiedet einen finsteren Plan.
Die kanadische Animations-Komödie möchte von echter Freundschaft und Zusammenhalt erzählen. Was ihr am Anfang noch ganz gut gelingt. Im Schnelldurchlauf sehen wir, wie Danny und Charlie älter werden und gemeinsam Spaß haben – etwa, wenn sie so tun, als wären sie Superhelden und müssten im Kinderzimmer große Gefahren meistern. Der Knackpunkt des Films ist dann Charlies „Verwandlung“. Die Aliens braucht das Drehbuch übrigens nur, damit der Hund außergewöhnliche Fähigkeiten bekommt. Eine andere Rolle spielen die aus heiterem Himmel auftauchenden grünen Wesen nicht.
Bei Charlies ersten Einsätzen als Superheld gibt es zwar einiges zu lachen. Sehr schnell verliert die Geschichte aber die eigentlich so enge Beziehung zwischen Danny und seinem Vierbeiner aus den Augen. Ohne große Pausen jagt das Animationsabenteuer nun von einer wilden Action-Episode zur nächsten. Bösewicht Puddy gibt sich natürlich auch nicht damit zufrieden, Charlie einfach nur das Leben schwer zu machen. Wie in einem echten Superheld*innen-Film muss es gleich die Weltherrschaft sein. Ganz schön abgehoben! Gegen Ende sollen dann wieder die Gefühle im Mittelpunkt stehen. Erneut biegt die Handlung dabei allerdings in die völlig falsche Richtung ab.




