Tierisch abgefahren - Rettet die Pets!
Neu im Kino
Robin Hood wäre stolz auf Falcon! Denn stets kümmert sich der flinke Waschbär um seinen Freundeskreis. In Bay City flitzt er unaufhörlich durch die Straßen und die Parks, klaut den Menschen und aus Mülleimern Essensreste, die er dann gerecht verteilt. Zu Weihnachten plant er ein großes Festmahl, für das er einen Zug ausrauben muss.

In der Bahn erledigt Falcon die Vorarbeit, sodass sein Komplize, der Dachs Hans, per Fernsteuerung nur noch die Kontrolle über das Gefährt übernehmen muss. Doch dann der Schock! Nachdem Hans die menschlichen Fahrgäste mit einer falschen Durchsage zum Aussteigen gebracht hat, setzt er den Zug in Bewegung und gibt seine wahren Absichten preis: Eigentlich will er sich an Polizeihund Rex rächen, der ihn einst ins Tierheim brachte. Falcon und einige andere Haustiere, die sich im letzten Wagon befinden, haben nun nur noch ein Ziel: die immer schneller werdende Bahn zu stoppen!
Der Titel hält, was er verspricht. „Tierisch abgefahren - Rettet die Pets!“ ist eine flotte Sause mit immer neuen schrägen Action-Momenten und Hindernissen. Die Macher*innen drücken ordentlich aufs Gaspedal und lassen keine Langeweile aufkommen. Mit Falcon, der eigentlich Maurice heißt, steht ein pfiffiger Held im Mittelpunkt. Zwischendurch erfahren wir ein wenig über seine Vorgeschichte, die aber nicht besonders liebevoll in die Handlung eingebaut wird. Der Inhalt selbst ist dünn – auch wenn es ein paar Ideen gibt, die den Film etwas cleverer wirken lassen sollen. Die Kritik an der Sensationsgier der Medien beispielsweise kommt eher platt rüber. Ein weiteres Problem sind die zahlreichen Neben-Figuren, die mit Falcon im Zug festsitzen. Weil so viele unterschiedliche Tiere auftauchen, bleibt keines lange im Gedächtnis. Erwachsene Zuschauer*innen können sich an den Anspielungen auf das Actionkino der 1980er-Jahre erfreuen. Die kleinen Kinogänger*innen hingegen dürften vor allem die teils verrückten Stunts aufregend finden.


