Vaiana (2026)
Neu im Kino
Vaiana ist die Tochter des Häuptlings eines polynesischen Stammes auf der Pazifikinsel Motonui. Schon als Kind lauschte sie begeistert den Geschichten ihrer Großmutter Tala, die von Reisen über die Meere, einer erzürnten Gottheit und einem mutigen Wesen erzählt, das einst sein Volk vor dem Untergang bewahren würde. Sollte etwa Vaiana die Auserwählte sein? Obwohl ihr Volk aus friedlichen Kokosnussbauern besteht und ihr Vater Tui es ihr verbietet, über das Riff hinaus zu reisen?

Na, hat es schon „Klick“ gemacht? Das Abenteuer der 16-jährigen Vaiana, die dem Rat ihrer Oma, vor allem aber dem Ruf des Meeres folgt und auf einem Segelboot hinausfährt, um den selbstgefälligen, aber gutmütigen Halbgott Maui zu suchen und gemeinsam mit ihm ein altes Unrecht wiedergutzumachen – genau das wurde vor zehn Jahren schon einmal erzählt: Damals war Vaiana (2016) einer der schönsten Animationsfilme aus dem Disney Filmstudio, und es war grandios mitzuerleben, wie mit Hilfe des Computers selbst kleinste Wassertropfen gestaltet wurden, wie prachtvoll die Farben unter der Sonne des Ozeans leuchteten und wie komisch selbst die Tätowierungen auf Mauis Körper ein Eigenleben führten.
Inzwischen hat das Disney-Studio schon viele seiner berühmten Animationsfilme neu verfilmt, und zwar mit echten Schauspielern in echten Kulissen. Nun hat es auch „Vaiana“ erwischt. Dabei sieht nun fast alles genau so aus wie im „alten“ Film: Fast jede Kleinigkeit wurde übernommen, selbst Hahn Heihei macht genau die verrückten Dinge wie zuvor. Auch die Lieder sind meistens vertraut; nur im Nachspann erwartet euch eine wirklich schöne Überraschung: Da nämlich gibt es mit „Auf Deinem Weg“ ein neues Lied, das Maui-Darsteller Dwayne Johnson mit gleich beiden Vaianas singt.

Ansonsten fragt man sich schon, warum der neue Film entstehen musste. Klar: Die junge Australierin Catherine Laga’aia ist eine beeindruckende Vaiana, der man gerne dabei zuschaut, wie sie sich gegen alle Widerstände durchsetzt und selbst in scheinbar ausweglosen Momenten nie die Hoffnung und den Glauben an sich selbst verliert. Auch Schauspieler Dwayne Johnson macht seine Sache als Maui recht gut. Vor allem in der ersten halben Stunde gibt es außerdem viele Szenen, in denen das Leben der polynesischen Ureinwohner sehr genau nachgestaltet wurde, sodass du am Ende noch etwas besser verstehen kannst, was es bedeutet, dass eine ganze Region und ein ganzes Volk von einer veränderten Umwelt bedroht sind.
Andererseits: Auch der neue „Vaiana“-Film ist in den meisten Szenen am Computer entstanden. Zwar spricht man von einem „Realfilm“, dennoch ist er alles andere als ein realistischer Film, vielmehr ein rasantes Traum-Märchen mit Gesang, Humor und einigen spannenden Szenen, die nun sogar deutlich bedrohlicher wirken. Ob dir die alte oder die neue Fassung am Ende besser gefällt, das musst Du wohl für Dich selbst entscheiden. In beiden Filmen ist Vaiana eine tolle Heldin auf der Suche nach sich selbst und nach ihrer Bestimmung, beide Filme sind unterhaltsam und in ihren schönsten Momenten voller Witz, überbordender Fantasie und hinreißender Farben und Kulissen.






