• Video zum Film „Wildwood“
  • Szenenbild aus dem Film „Wildwood“
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Wildwood

Neu im Kino

Auf einmal kommen die Krähen. Immer mehr und mehr, bis der ganze Spielplatz voll von ihnen ist. Und dann greifen sie an. Sie schnappen sich den kleinen Mac und schleppen ihn davon. Macs ältere Schwester Prue ist entsetzt! Hektisch folgt sie dem Krähenschwarm auf ihrem Fahrrad, mit ihrem Schulfreund Curtis im Anhänger. Quer durch die Stadt, über die Brücke und hinein in den Wald, den sie eigentlich nie betreten durfte: in die Undurchdringliche Wildnis.

Dort können Prue und Curtis ihren Augen nicht trauen. Auf der Lichtung in dem dichten Wald befinden sich Kojoten. Kojoten, die sprechen können. Kojoten in Uniformen. Und mit Waffen. So was gibt es doch nur in Märchen! Doch schon werden Prue und Curtis entdeckt. Sie fliehen in den Wald. Und merken schnell: Wenn sie entkommen wollen, müssen sie sich trennen.

So verschlägt es Prue bald ins Flügel-Fürstentum zu einer Menge hilfsbereiter Spatzen, Uhus und Adler, während Curtis von den Kojoten gefangen genommen und zu deren menschlicher Anführerin Alexandra gebracht wird, die ihn jedoch freundlich aufnimmt. Aber je länger Prue und Curtis in dieser merkwürdigen Welt sind, desto mehr erfahren sie über die großen Konflikte, die dort schwelen. Die Kojoten ziehen immer wieder in den Krieg gegen die Vögel, die Banditen und die Mystiker. Denn Alexandra verfolgt einen finsteren Plan – und hat mehr mit Macs Verschwinden zu tun, als es zunächst scheint.

Wow! Was für ein fantastischer Film – in jeder Hinsicht! Nahezu alle Kulissen und Figuren (mehr als 200!) wurden mit Hand gebastelt und im Stopptrickverfahren, ein Foto nach dem anderen, zum Leben erweckt. Und alles sieht so unglaublich echt aus und so perfekt wie sonst nur Computeranimationen. Dabei wirkt die Welt jenseits der Brücke ganz greifbar. Der Film lädt dazu ein, in diese Welt einzutauchen, in ihr zu verschwinden, sie mit Prue und Curtis zu entdecken und zu fühlen.

Aber die schöne Oberfläche täuscht auch. Denn „Wildwood“ ist ein durch und durch düsterer und bisweilen auch sehr brutaler Film. Der Sheriff-Hase mag niedlich sein, die kriegerischen Schlachten, bei denen auch liebgewonnene Figuren ihr Leben lassen, sind es nicht. Ja, das muss so sein. „Wildwood“ ist ein mitreißender epischer Fantasyfilm, der gar nicht knuffig sein will. Schließlich erzählt er über ernste Themen. Etwa darüber, wie man mit Trauer umgehen sollte (oder eben nicht), wie seltsam das Erwachsenwerden ist, wie wichtig Fantasie – und wie magisch die Natur, die hier nicht nur netter Hintergrund ist, sondern tatsächlich lebendig.