Quelle: G+J Entertainment Media / © Walt Disney Studios Motion Pictures Germany  
Coco - Lebendiger als das Leben! (Quelle: G+J Entertainment Media / © Walt Disney Studios Motion Pictures Germany)

Coco - Lebendiger als das Leben!

Musik ist Miguels große Leidenschaft – nichts wünscht sich der Zwölfjährige sehnlicher, als ein so wunderbarere Gitarrist und Sänger zu werden wie Ernesto de la Cruz, sein berühmtes, aber schon lange verstorbenes Idol! Gäbe es nur nicht schon seit mehreren Generationen das strenge Musikverbot in seiner Familie …

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Ab 9 FSK 0 Prädikat besonders wertvoll

Beschreibung

Quelle: G+J Entertainment Media / © Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Auch Miguels Ur-Urgroßvater war nämlich Musiker und zog eines Tages los, um sich einen Namen zu machen. Als er nicht zurückkehrte, verbannte Miguels wütende Ur-Urgroßmutter Imelda die Musik aus ihrem Haus. Selbst als Miguel bei den Feierlichkeiten zum „Día de los Muertos“ (spanisch für „Tag der Toten“) aus Versehen quicklebendig im Reich der Toten landet, will die strenge Imelda ihm nur dann ihren Segen geben, wenn Miguel verspricht, nie wieder zu musizieren. Den Segen eines Vorfahrens braucht Miguel, um zurück in die Welt der Lebenden zu gelangen. Doch so schnell gibt er seinen Traum nicht auf! Miguel ist überzeugt davon, dass es sich bei seinem verschwundenen Ur-Urgroßvater um Ernesto de la Cruz höchstpersönlich handelt. Also macht er sich im Totenreich auf die Suche nach ihm, um sich seinen Segen für die Rückkehr zu erbeten.

Wie geht Miguel damit um, dass er jemanden musikalisch bewundert, der seiner Familie Kummer bereitet hat? Das ist eine spannende Frage – die der Film leider nicht beantwortet. Erzählt wird Miguels Abenteuer nach dem bekannten Muster der Heldenreise und präsentiert am Ende etwas zu einfache Auflösungen – absolut sehenswert ist diese Reise ins Jenseits dennoch! Für seine großartigen Animationsfilme  (z.B. "Alles steht Kopf") ist das Studio „Pixar“ schon lange bekannt und auch bei „Coco“ kann man sich an den prächtigen Bildern kaum sattsehen: Schon beim runzligen Gesicht von Miguels Uroma Coco handelt es sich um wahre Animationskunst, und die Gesangs- und Tanzeinlagen sind absolut mitreißend.

„Tag der Toten“ klingt vielleicht traurig oder sogar gruselig. Tatsächlich aber wird diese mexikanische Variante des Feiertags „Allerseelen“, an dem man der Verstorbenen gedenkt, als ein fröhliches, buntes Volksfest gefeiert. Genauso fröhlich und bunt geht es daher auch im Reich der Toten zu: „Lebendiger als das Leben“, wie schon der Untertitel sagt. Die Bilder scheinen richtig von Innen zu leuchten und der Detailreichtum ist überwältigend. Am meisten beeindruckt die Darstellung von unterschiedlichen Lichtquellen und verschieden intensiven Farben – zum Beispiel die Darstellung des warmen Kerzenscheins oder der geflügelten, neonfarbigen Wesen im Totenreich. Für Augen und Ohren ist „Coco“ ein wunderbares, rauschendes Fest!

Credits

Titel: Coco - Lebendiger als das Leben!
Originaltitel: Coco
Kino-Start: 30.11.2017
DVD-Start: 29.03.2018
Genre: Dokumentation
Land: USA
Jahr: 2017
Regie: Lee Unkrich,
Länge: 109
Farbe: Farbe
Altersempfehlung: 9
FSK: FSK 0

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Bewertung
+++Filmkommentar+++

Extras

Die Vorstellung, dass die Verstorbenen am „Día de los Muertos“ ihre Familien besuchen, gibt es wirklich, und die Gaben für die Toten oder den wunderbaren Blumenschmuck auch!

Wenn du noch mehr über die Feierlichkeiten zum Tag der Toten in Mexiko erfahren willst, findest du unter diesen Links weitere Informationen:

Übrigens ist "Coco“ nicht der erste Animationsfilm, der von einer Reise ins Jenseits erzählt: Auch "Manolo und das Buch des Lebens" gibt einen Einblick in die mexikanischen Vorstellungen vom Reich der Toten; eine ganz andere, aber ebenso faszinierende „Unterwelt“ betritt man in "Johan und der Federkönig"

 

Dieser Film wird auch von der Jugend Filmjury empfohlen. Wer das ist?
Das sind Kinder und Jugendliche im Alter von 10-14 Jahren, die in mehreren Städten Deutschlands zusammenkommen, um Kinder- und Jugendfilme zu schauen und für euch zu bewerten. Was der Jugend Filmjury an diesem Film besonders gefallen hat, könnt ihr hier nachlesen.

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files/images/bildmaterial_kooperationen/FBW/Logo FBW.jpgDieser Film hat von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) das Prädikat „besonders wertvoll“ erhalten. Die Begründung finden Sie hier.

 

Die FBW wurde 1951 als gutachterliche Einrichtung aller Bundesländer gegründet. Unabhängige Jurys mit jeweils fünf Medienexperten bewerten die Filme innerhalb ihres Genres und zeichnen herausragende Werke mit den Prädikaten „wertvoll" und „besonders wertvoll" aus.