Tom und Jerry: Der verlorene Kompass
Neu im Kino
Als der Mäuserich Jerry in einem New Yorker Museum eine asiatische Ausstellung besucht, trifft er dort den als Wachmann arbeitenden Kater Tom. Es kommt zu einer wilden Verfolgungsjagd, und die beiden werden versehentlich von einem magischen Kompass durch ein Portal in ein China der Vergangenheit transportiert.

Die Bewohner*innen der Goldenen Stadt halten Tom für einen von den Göttern geschickten Retter. Doch schon bald finden sich der Kater und sein ewiger Rivale Jerry in einem erbitterten Kampf um den Zauberkompass wieder. Nicht nur der aus dem Himmel verbannte Phönix-Meister benötigt das uralte Objekt. Auch eine fiese Ratte will sich den geheimnisvollen Gegenstand um jeden Preis unter den Nagel reißen.
Weltweite Bekanntheit erlangten Tom und Jerry in mehr als 150 kurzen Zeichentrickfilmen, die in Deutschland sogar zu einer Fernsehserie verbunden wurden. In diesem neuen Kinostreifen erleben die beiden Dauerstreithähne nun ein Abenteuer, das mit ihren Ursprüngen fast nichts mehr zu tun hat. Die Titelhelden werden in eine knallbunte Fantasy-Welt geschleudert, in der ständig irgendetwas passiert. Die Namen anderer Figuren erscheinen anfangs kurz im Bild. Richtig kennenlernen können wir sie allerdings nicht. Denn sofort geht es mit der nächsten lauten Actionszene weiter.
Im Grunde besteht die Handlung nur aus Knalleffekten. Ruhepausen? Von wegen! Das allein strengt schon ziemlich an. Mindestens genauso ärgerlich ist aber, dass Tom und Jerry immer mehr in den Hintergrund treten. Im völlig überdrehten Showdown sind sie nur noch Zuschauer, während der Phönix-Meister komplett in den Mittelpunkt rückt. Spätestens hier fragt man sich: Wessen Geschichte möchten die Macher*innen eigentlich erzählen? Irgendwie erinnert diese lieblos zusammengebastelte Fantasy-Show an die ähnlich schwache Animationskomödie Die Schlümpfe: Der große Kinofilm, die im Sommer 2025 erschien.








