• Video zum Film „Himbeeren mit Senf“
  • Szenenbild aus dem Film „Himbeeren mit Senf“
  • Szenenbild aus dem Film „Himbeeren mit Senf“
  • Szenenbild aus dem Film „Himbeeren mit Senf“
  • Szenenbild aus dem Film „Himbeeren mit Senf“

Himbeeren mit Senf

Neu im Kino

„Liebe verleiht Flügel.“ Dieses Sprichwort kann man wörtlich nehmen, denn die 13-Jährige Meeri kann fliegen. Die erste Liebe lässt sie den Boden unter den Füßen verlieren. So ist sie ihrer verstorbenen Mutter näher. Ihr schreibt sie regelmäßig Briefe und legt sie in die Särge der Verstorbenen, die im Keller aufbewahrt werden.

Meeri glaubt, dass ihre Mutter die Briefe im Himmel liest. Mit ihrem Vater Ernst, dem Bestatter, kann sie nicht über ihre Probleme sprechen. Auch für ihn ist die Zeit nicht leicht. Er hat Schwierigkeiten eine neue Frau zu finden. Nach 15 erfolglosen Verabredungen scheint es endlich zu klappen. In der schwangeren Charlotte findet er eine neue Liebe. Meeri möchte das verhindern. Das sind nicht die einzigen Probleme, mit denen das Mädchen jongliert. Da ist zum Beispiel Rocco, der tollste Junge der Welt, der ihre Gefühle nicht erwidert. Obendrein legt sich ihr kleiner Bruder Luk mit einer Fahrradgang an. Matti übt an ihr den „Kuss-Trick“, den Meeri‘s beste Freundin Klara ihm beigebracht hat und als wenn das alles nicht schon genug wäre, schläft Oma Grete, die gute Seele des Ortes, auch noch friedlich ein. „Das Leben kann schön sein und traurig. Und manchmal beides gleichzeitig: Wie Himbeeren mit Senf eben.“

Das sind eine Menge Figuren und Probleme. Jeder Charakter hat eine Geschichte und ein besonderes Gefühl von Liebe oder Verliebtheit. Da verliert man leicht den Überblick. Der Film hätte sich besser auf wenige Konflikte konzentrieren und nicht alles zwischen Liebe und Tod behandeln sollen. Zum Glück wird das Geschehen sehr ruhig erzählt. Die Kamera beobachtet die Figuren geduldig und mit vielen Nahaufnahmen der Gesichter. Das Motiv vom Fliegen und die Filmmusik verbinden die einzelnen Sequenzen miteinander.

„Himbeeren mit Senf“ ist ein komplexer, aber feinfühliger Film über die erste Verliebtheit, über Trauer und Verlust, darüber Gefühle zuzulassen … und natürlich über Superkräfte, wie die Liebe!